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Geißendörfer plant umfassendes deutsches Filmportal

Mit der „Lindenstrasse“ hat Regisseur und Produzent Hans W. Geißendörfer in Deutschland selbst Fernsehgeschichte geschrieben, nun will er die „Schätze des deutschen Films“ (SDDF), so der Name des neuen ambitionierten Projekts, online zugänglich machen und so für die Nachwelt erhalten.

Zusammen mit dem Produzenten Joachim von Vietinghoff („Die Werckmeisterschen Harmonien“) und dem Potsdamer Medienunternehmer Andreas Vogel will Geißendörfer deutsche Spiel- und Dokumentarfilme aus allen Jahrzehnten „in ihrer Gesamtheit würdigen und für den digitalen Filmmarkt verfügbar machen“, so die Meldung der SDDF.

Das Projekt will zusammen mit den Rechteinhabern Filme digitalisieren und so den Erhalt des Filmerbes sichern. Auf der Webseite sollen nach und nach alle verfügbaren deutschen Filme als Video-on-Demand angeboten werden, so die Meldung weiter.

„Deutsche Filme wieder sichtbar machen“

Von Vietinghoff sagte zu den Zielen der Gesellschaft: „Wir wollen deutsche Filme wieder sichtbar machen. National und international über alle Kanäle. Unsere Herangehensweise ist es, die Interessen der Produzenten, Kreativen und der Zuschauer gleichberechtigt zu berücksichtigen. Ob Arthouse oder Blockbuster – unsere Plattform will Heimat für alle Produktionen der deutschen Filmindustrie werden.“

Hans W. Geißendörfer kommentierte das geplante Angebot wiefolgt: „Wir können stolz sein auf den deutschen Film und wollen ihm auch in der digitalen Welt einen adäquaten Platz einräumen. Es gibt viele Akteure, die den deutschen Film voranbringen, Tag für Tag. Mit ihnen wollen wir zusammenarbeiten.“

Zum plane man neben dem VoD-Angebot auch Vertriebsformen wie web.tv, DVD und Blu-ray zu realisieren. Über Kino-Wiederaufführungen denke man ebenfalls nach, so die Meldung weiter. Das Projekt soll im Herbst 2012 an den Start gehen.

Nach Angaben des Branchendiensts „Kontakter“ plane man, mit 250 Filmen zu starten, pro Jahr sollen dann 500-600 weitere Filme dazukommen. Für jeden Film sollen die User zwischen 2,50 Euro und 5 Euro zahlen, um so eine finanzielle Unabhängigkeit des Projekts zu sichern. Generell plane man, ab 2016 finanziell auf eigenen Füßen zu stehen, bis dahin hoffe Geißendörfer auf öffentliche Förderung und Sponsoren, so der Bericht des „Kontakter“ weiter.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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