Allgemein

Frequenzwechsel bei Berliner DVB-T Sendern

Im Großraum Berlin sind seit heute einige Frequenzen des digitalen Antennenfernsehens DVB-T verändert. Betroffen sind die Programme auf den Kanälen 5, 7 und 59, die ab sofort auf anderen Frequenzen verbreitet werden.

Der Wechsel der Programmbelegung ist bedingt durch eine Vorgabe der BNetzA, wonach die bislang genutzten Frequenzbereiche nun für den Neustart des Digitalradios (im DAB-Plus-Standard) eingesetzt werden sollen.

Nach Angaben der Media Broadcast sieht der Wechsel im konkreten Fall so aus:

–       Die Angebote auf Kanal 5 (Tele 5, HSE 24, WDR, SWR (BW/RP)) wechseln auf Kanal 50.

–       MDR, NDR und Arte werden von Kanal 7 auf Kanal 47 wechseln.

–       Die Programme von Kanal 59 (QVC, Das Vierte, Bibel TV, BR Fernsehen, N-TV, Channel 21/Euronews) sind nun auf Kanal 39 zu empfangen.

Zudem erfolgt eine Aufschaltung des Frauensenders Sixx auf Kanal 56.

 

Sat-Abschaltung als Chance für DVB-T2

Insgesamt hofft der Sendernetzbetrieber Media Broadcast mit der geplanten Einführung von DVB-T2 künftig attraktiver für die Konsumenten zu werden. Die zweite Generation des DVB-T Standards ist dabei HDTV-kompatibel und zudem können auch verschlüsselte Programme angeboten werden. Nach Informationen von digitalfernsehen.de erhoffen sich die Betreiber gerade durch die Sat-Abschaltung einen Aufschwung der digitalen Terrestrik.

Vorteil sei, dass analoge Sat-Haushalte nach der Abschaltung sich eine neue Set-Top-Box zulegen müssen. Aber auch die neue Generation des DVB-T wird es nicht mit der Programm-Quantität des Satelliten-TVs aufnehmen können. Auch sei noch nicht klar, ob die Umstellung auf DVB-T2 noch vor der analogen Sat-Abschaltung am 30. April 2012 erfolgen kann, so das Magazin.

 

Deutsche gut informiert über Sat-Abschaltung

Die anstehende Sat-Abschaltung ist für die meisten Deutschen keine Überraschung. Klardigital, die Initiative der Landesmedienanstalten in Zusammenarbeit mit ARD, Mediengruppe RTL Deutschland, ProSiebenSat.1 Media AG, VPRT und ZDF hatte am Montag den 11.07.2011 bekannt gegeben, dass nur noch ca. 12% aller Zuschauer nicht über die geplante Abschaltung am 30.04.2012 informiert seien. So lautet das Ergebnis einer repräsentativen Studie, die im Auftrag der ZDF-Medienforschung durchgeführt wurde.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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