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Filmisches Erbe: FFA sieht dringenden Handlungsbedarf

Film ist unumstritten ein Kulturgut. Doch was oft vergessen wird: Auch Film gilt es zu bewahren. Der FFA-Verwaltungsrat hat nun dringenden Handlungsbedarf angekündigt.

Die Digitalisierung des filmischen Erbes müsse schnellstmöglich vorangetrieben werden, so das Fazit des Gremiums. Sowohl die Branche, als auch die Politik seien gefordert, den unwiederbringlichen Verlust von filmischen Originalmaterialien zu verhindern. Zudem seien auch technische und personelle Ressourcen bei den filmtechnischen Dienstleistern in Deutschland gefährdet, heißt es in der Meldung der FFA weiter.

© Martin Schumann - Fotolia.com

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10 Mio. Euro pro Jahr

Laut einem Gutachten das im Auftrag der FFA erstellt wurde bräuchte es ein jährliches Mindestvolumen von 10 Mio. Euro über einen Zeitraum von mindestens 10 Jahren, um die Digitalisierung schrittweise voranzutreiben.

Es sei also nun an den Verantwortlichen von Bund und Ländern, bereits ab 2016 entsprechende Mittel zur Verfügung zu stellen, so die Forderung des Verwaltungsrates.

Der Verwaltungsrat bekräftigte in seinem Beschluss, dass die FFA, die bereits seit 2012 mit jährlich 1 Mio. Euro die Digitalisierung des filmischen Erbes fördert, bereit sei, im Rahmen einer Gemeinschaftsfinanzierung mit Bund und Ländern ihren Beitrag zu erbringen, so die Meldung weiter.

Historische Werke für nachfolgende Generationen bewahren

FFA-Präsident und Staatsminister a. D. Prof. Dr. Bernd Neumann ergänzte: „Die Digitalisierung des filmischen Erbes ist eine der wichtigsten gesellschaftspolitischen Aufgaben der Gegenwart. Wenn wir die teilweise weit über 100 Jahre alten, historischen Werke deutschen Filmschaffens auch nachfolgenden Generationen zugänglich machen wollen, müssen wir handeln – und dies nicht morgen, sondern jetzt!“ (COH)

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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