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Facebook und sein Umgang mit dem missliebigen Konkurrenten Lamebook

Nach außen hin gibt sich Facebook gerne als offenes Netzwerk, das für jeden offen steht. Die Frage ist, ob dieses Selbstbild wirklich der Realität entspricht. Die vorübergehende Sperrung der Webseite Lamebook lässt daran gewisse Zweifel aufkommen.

Sehr viele Menschen kommunizieren heute über das soziale Netzwerk Facebook. Dadurch soll die Welt nach Aussage ihres Gründers  angeblich offener und vernetzter werden. Zur Offenheit gehört aber auch der Umgang mit Portalen, die kritisch gegenüber Facebook eingestellt sind.

Hier ist Facebook nicht gerade zimperlich, wie der vorübergehende Rausschmiss der Webseite Lamebook zeigt. Facebook ist auf diesen Blog schon längere Zeit nicht gut zu sprechen, das witzige Inhalte von seiner Plattform sammelt und dann pointiert ins Netz stellt. Es schickte an Lamebook eine Abmahnung wegen einer angeblichen Markenverletzung.

Als sich Lamebook gegen dagegen zur Wehr gesetzt hatte im Wege einer Klage, griff Facebook vor wenigen Tagen durch. Es verbannte Facebook kurzerhand aus seinem Netzwerk. Die Nutzer von Facebook wurden unter anderem daran gehindert, den „Like“ Button zu betätigen und Lamebook von ihrem Profil zu verlinken. Zudem durften sie das Wort Lamebook nicht mehr verwenden.

Wenige Stunden später nahm Facebook die Vollsperrung zurück und entschuldigte sich für diese Maßnahme. Diese willkürliche Sperrung ist gerade unter dem Gesichtspunkt der Meinungsfreiheit und der Bevormundung sehr bedenklich.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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