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Ex-Bundeskanzler Schröder mahnt Buchhändler ab

Für teils gehörigen Unmut und teils auch ein Schmunzeln sorgte diese Woche ein populärer Abmahner. Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder mahnte, vertreten durch die Kanzlei Nesselhauf, Buchhändler in Hamburg wegen des Verkaufs des von Jürgen Roth verfassten Buches “Der Deutschland-Clan – Das skrupellose Netzwerk aus Politikern, Top-Managern und Justiz“, ab.


Der Grund dieser Abmahnungen war laut einem Artikel der Süddeutschen Zeitung eine Passage in dem besagten Buch, die sich mit der Tätigkeit Schröders für den Konzern Gazprom beschäftigt. Ex-Kanzler Schröder war gegen diese Passage laut eines Berichts der FAZ bereits vor einem Jahr rechtlich vorgegangen und hatte eine einstweilige Verfügung gegen den Heyne-Verlag (Random House) erwirkt.


Doch in der aktuellen sechsten Auflage des Buches wurde diese Passage anscheinend nicht überarbeitet, so dass Schröder nun eine erneute einstweilige Verfügung gegen Random House erwirkt hat.


Der Anwalt von Gerhard Schröder erklärte, dass Random House nun für die entstandenen Anwaltskosten, die ursprünglich den Buchhändlern in Rechnung gestellt wurden, aufgekommen sei. Der Verlag hat ferner auch die erneute einstweilige Verfügung akzeptiert und darf ab dem 3. Juli nur noch Exemplare des Buches vertreiben, die die Passage in geänderter Form beinhalten.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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