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eBay: Rücknahme von Bewertungen wieder eingeschränkt möglich

Nachdem eBay im Mai diesen Jahres sein Bewertungssystem geändert hatte, gab es zahlreiche Kritik und Beschwerden seitens der Nutzer. Nun nimmt eBay die neuen Regelungen zum Bewertungssystem teilweise zurück.

Das neue Bewertungssystem von eBay gilt seit dem 22. Mai 2008 und sieht u.a. vor, dass negative Bewertungen nicht mehr einvernehmlich zurückgenommen werden können. Mit den Änderungen im Bewertungssystem bezweckt eBay eine Verbesserung der Aussagekraft von Bewertungen.

Seit dem 21. August 2008 können Bewertungen allerdings wieder einvernehmlich zurückgenommen werden. Jedoch ist die Rücknahme von Bewertungen nur noch in einem sehr begrenzten Rahmen möglich. So können pro Kalendermonat nur zwei Anträge auf Rücknahme der Bewertung gestellt werden.

Möchte ein eBay- Verkäufer, dass eine neutrale oder negative Bewertung zurückgenommen wird, muss er zunächst einen Antrag auf Rücknahme der Bewertung bei eBay einreichen. Die Antragsstellung ist aber nur 30 Tage nach Erhalt der negativen Bewertung möglich.

Anschließend informiert eBay den Käufer per E-Mail über den Antrag des Verkäufers und gibt dem Käufer die Möglichkeit innerhalb von 7 Tagen auf die Anfrage zu antworten. Stimmt der Käufer der Bewertungsrücknahme innerhalb der Frist zu, wird die Bewertung entfernt. Verstreicht die Frist ohne Antwort des Käufers bzw. stimmt dieser der Rücknahme der fraglichen Bewertung nicht zu, verbleibt die Bewertung im Bewertungsprofil des Verkäufers.

Außerdem legt eBay fest, dass der Verkäufer nur die Rücknahme der Bewertung beantragen kann, wenn der Käufer die Bewertung versehentlich falsch abgegeben hat oder eine nachträgliche Einigung erzielt wurde. Auch wenn der Bewertungskommentar Aussagen enthält, die nicht zutreffend sind, besteht die Berechtigung einen Antrag auf Rücknahme der Bewertung zu stellen.

Es bleibt abzuwarten, ob diese Änderungen den gewünschten Erfolg haben werden und zu einem faireren Bewertungssystem bei eBay führen.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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