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DVB-T: WDR will an Antennenfernsehen festhalten

RTL hatte erst kürzlich bekanntgegeben, sich bald aus der terrestrischen Verbreitung zurückzuziehen. Der WDR hingegen betont nun, auch künftig an DVB-T festhalten zu wollen.

Gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger sagte Wolfgang Wagner, Direktor Produktion und Technik des WDR: „ARD und ZDF streben den Erhalt und die Weiterentwicklung der terrestrischen Verbreitung als wichtigen Weg für die freie und unverschlüsselte Empfangbarkeit von öffentlich-rechtlichen Rundfunkinhalten an.“

© Martin Schumann - Fotolia.com

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RTL: DVB-T bis Ende 2014

RTL hatte bekanntgegeben, sich bis Ende 2014 bundesweit aus der DVB-T-Verbreitung zurückziehen zu wollen. Der Sender beruft sich dabei auf den Kostendruck. DVB-T sei  der „mit Abstand“ teuerste Verbreitungsweg für die TV-Sender, so die Angaben von RTL.

DLM für DVB-T2

Die ARD hatte bereits im vergangenen Jahr erklärt, an der terretrischen Fernsehverbreitung festhalten zu wollen. Die Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) hat sich für den Umstieg des terrestrischen Fernsehempfangs auf DVB-T2 ausgesprochen.

Der Umstieg auf DVBT-2 würde diesem Übertragungsweg die Zukunft sichern, da somit mehr Programme bei besserer Bildqualität sowie ein Einsparungspotenzial bei den Verbreitungskosten gesichert werden würden, so die Ansicht der DLM.

Die ARD betonte aber, dass ein Einstieg in DVB-T2 aufgrund der Verträge für das bestehende DVB-T-Sendernetz und den geleisteten Investitionen in das Netz frühestens im Zeitraum 2016 bis 2018 denkbar sei. Zudem sei für den Markterfolg des DVB-T2 wichtig, dass auch die privaten Sender verfügbar seien, so die ARD im vergangenen Jahr.

Dem Bericht des KStA zufolge ist allerdings die RTL-Mediengruppe auch bei DVB-T2 nicht mehr dabei. Grund dafür seien ebenfalls zu hohe Investitionskosten.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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