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DVB-T: LfM betrachtet Umwidmungs-Pläne mit Sorge

Die Medienkommission der Landesanstalt für Medien NRW (LfM) betrachtet die Pläne der Bundesnetzagentur, künftig DVB-T-Frequenzen an Mobilfunkunternehmen zu versteigern, mit Sorge.

Durch diese Umwidmung würde der Mobilfunk auf Kosten des Rundfunks profitieren, so die Meldung der LfM. Der „Konsultationsentwurf zur Anordnung und Wahl des Verfahrens zur Vergabe von Frequenzen“ der Bundesnetzagentur sieht für 2014 ein Verfahren zur Neuvergabe der Kapazitäten im sog. 700-MHz-Band vor.

© Martin Schumann - Fotolia.com

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Auswirkungen auf Rundfunk als Kulturgut

Dr. Frauke Gerlach, Vorsitzende der LfM-Medienkommission, befürchtet, dass dies Auswirkungen auf den Rundfunk als öffentliches Kulturgut haben könnte. „Der Rundfunk darf nicht im Wettbewerb mit dem Mobilfunk vernachlässigt werden. Ich befürchte, dass mit einer kompletten Umwidmung des Frequenzbandes der Rundfunk in seiner Aufgabenerfüllung eingeschränkt wird“, so Gerlach.

Die Entwicklungsmöglichkeiten der terrestrischen Verbreitung durch DVB-T müsse erhalten werden, auch im 700-MHz-Bereich. DVB-T stehe für eine weitgehend freie Zugänglichkeit sowie für eine sichere und kostengünstige Möglichkeit zur Versorgung mit TV-Programmen, so die Ansicht der LfM. Daher sei es wichtig, diesen Empfangsweg zu erhalten, so die Meldung weiter.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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