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Digitalkanäle: DJV kritisiert Sparvorschläge

Die Kritik an den Digitalkanälen von ARD und ZDF ebbt nicht ab. Erst kürzlich hatte NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft auf dem Medienforum NRW betont, man müsse über eine Reduzierung der Kanäle nachdenken.

Auf der Sitzung der Rundfunkkommission hatte der sächsische Staatskanzleichef Johannes Beermann gefordert, die Digitalkanäle einzustellen, da ARD und ZDF so Geld sparen könnten. Der Deutsche Journalisten-Verband hat diese Forderung nun kritisiert.

DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken sagte dazu: „Es kann nicht sein, dass alle Digitalkanäle auf den Prüfstand müssen“, so eine Meldung des DJV. Gerade mit den Digitalprogrammen könne man eine jüngere Zuschauergruppe erreichen. „An zukunftsweisenden Angeboten gerade für die junge Zielgruppe zu sparen, heißt am falschen Ende sparen“, so Konken.

Es sei unverständlich, dass die Programme, die vor einigen Jahren von den Bundesländern noch als Bereicherung von demokratischen und sozialen Bedürfnissen der Gesellschaft galten, nun eingestellt werden sollen. Es sei wichtig, eine kontinuierliche Rundfunkpolitik zu betrieben, so die Meldung weiter.

„Staatsferne und Autonomie des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sind bedeutender als mit dem Argument der kurzfristigen Einsparung in der Öffentlichkeit zu punkten“, so Konken.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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