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DFFF: Produzentenallianz kritisiert Kürzungspläne

Wenn es nach den Plänen der Bundesregierung geht, soll der Deutsche Filmförderfonds 2015 auf 50 Millionen Euro gekürzt werden. Die Branche kritisiert dieses Vorhaben. 

Hatte der Etat des DFFF 2013 noch bei 70 Mio. Euro, sollen 2015 nur noch 50 Mio. Euro zur Verfügung stehen. Für die Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen e.V. ist diese Entscheidung eine herbe Enttäuschung.

© Maria.P.-Fotolia

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Gegen Kürzungspläne

So sagte der Vorsitzende Alexander Thies: „Nicht nur wir Produzenten, sondern so ziemlich alle, die in Deutschland mit dem Kinofilm zu tun haben […] haben ihre Stimmen gegen diese Kürzungspläne erhoben. Eigentlich sollten sich auch der Staat und alle, die sich mit Wirtschaft und Steueraufkommen auskennen, dieser Bewegung anschließen.

Der DFFF verbraucht nämlich keine Steuergelder, er vermehrt sie. Er hat nicht nur eindrucksvoll bewiesen, dass er Betriebe sichert und Arbeitsplätze schafft, dass er die Weiterentwicklung des Produktionsstandorts Deutschland mit Hightech und Knowhow vorantreibt und unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit steigert. Er bringt auch zeitnahe Steuermehreinnahmen im Verhältnis von 1,72 zu den eingesetzten Mitteln, worin die Verwertung der durch den DFFF ermöglichten Filme noch gar nicht eingerechnet ist.“

DFFF aufstocken für mehr Steuereinnahmen

Anstatt zu kürzen müsse man den DFFF aufstocken, um so zusätzliche Steuereinnahmen zu erwirtschaften. Thies: „Laut einer aktuellen Studie würden schon sechs Mio. Euro mehr – 10 % des Volumens 2014 – über 800 Menschen zusätzlich Arbeit geben und Steuermehreinnahmen von 16 Mio. Euro erzeugen. Das Produktionsvolumen in Deutschland würde demnach um 49 Millionen Euro steigen. Mehr als die Hälfte davon entfiele auf internationale Koproduktionen, die in diesem Prozess sozusagen die Turbofunktion haben, weil sie mindestens das Fünffache ihrer Förderung in Deutschland ausgeben.“

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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