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Der Tarifvertrag für Schauspielerinnen und Schauspieler – Ein Überblick

Ende Januar diesen Jahres wurde der Tarifvertrag für Schauspielerinnen und Schauspieler endgültig besiegelt. Unterzeichnet wurde er durch die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), dem Bundesverband für Film- und Fernsehschauspieler und die Produzentenallianz.

Das Ziel dieses Vertrages liegt in der existenziellen Sicherung der Schauspieler – /innen. Er gewährleistet eine angemessene Grundvergütung. Dies ist insbesondere im Hinblick darauf wichtig, dass Schauspieler – /innen nicht selten mit einem Einkommen weit unterhalb des durchschnittlichen Jahreseinkommens auskommen müssen. Dies ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass es in den letzten Jahren zu einem erhöhten Rückgang der Drehtags Gagen gekommen ist.

Höhe der Gage

Die Gage, die einem Schauspieler pro Drehtag zusteht, darf nach der neuen Regelung nicht unterhalb der sogenannten Einstiegsgage liegen. Für den Zeitraum zwischen dem ersten Januar und dem 30. Juni 2015 beläuft sich diese Gage auf einen Wert von 750 Euro. Im Zeitraum zwischen dem 1. Juli 2015 und dem 30.12.2016 erhöhen sich die Beiträge jeweils um 25 Euro.

Anwendbarkeit der Tarifregelung

Die Tarifregelungen sind allerdings nur anwendbar, wenn der betreffende Künstler sein 18. Lebensjahr vollendet und seinen Abschluss bestanden hat oder sich als erfahrener Künstler etabliert hat.

Grenzen der Tarifregelung

Die Tarifregelungen sind zudem weder bei Low-Budget Produktionen, noch bei „hochfrequenten“ Produktionen, also Produktionen bei denen durchschnittlich mehr als 16 Programmminuten je Drehtag hergestellt werden sollen, anwendbar. Auch längerfristig Beschäftigte (Künstler, die länger als drei Monate beschäftigt sind) kommen nicht in den Genuss der neuen Tarifregelungen.

Weitere Vorteile

Der Tarifvertrag enthält noch weitere Vorteile. Schauspielerinnen und Schauspieler dürfen unter bestimmten Voraussetzungen nun Ausschnitte aus der Produktion für ihre Eigenwerbung nutzen.

 

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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