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CineMedia beantragt Insolvenzverfahren

Die CineMedia Film AG hat einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.

Bereits Ende der letzten Woche hatte das Unternehmen angekündigt, Insolvenz zu beantragen. Sämtliche außergerichtlichen Sanierungsbemühungen der CineMedia innerhalb des verfügbaren Zeitrahmens von § 15a InsO seien erfolglos gewesen, so die Ad-hoc-Mitteilung der CineMedia.

 ©-Thomas-Jansa-Fotolia

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Das Amtsgericht München bestellte Stephan Ammann zum vorläufigen Insolvenzverwalter, der ebenfalls vorläufiger Insolvenzverwalter der hundertprozentigen Tochtergesellschaft CinePostproduction GmbH ist. Die Tochterfirma hatte erst eine Woche zuvor einen Insolvenzantrag gestellt.

Einbußen durch Digitalisierung

Aufgrund der Digitalisierung im Filmbereich musste das Unternehmen immer größere Einbußen verzeichnen. 2012 hatte die CineMedia Film AG Konzernumsatzerlöse von insgesamt 33,5 Mio. Euro erzielt, im Vorjahr waren es noch 41,1 Mio. Euro.

Umsatzprognose nach unten korrigiert

Im Juli 2013 hatte das Unternehmen die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr nach unten korrigiert. Das Metervolumen in der Bearbeitung von analogen Filmvorführkopien habe im 2. Quartal 2013 um 30 Prozent unter dem Volumen des 1. Quartals 2013 gelegen, so eine weitere Ad-hoc-Mitteilung der CineMedia. Das Unternehmen ging daher davon aus, dass aufgrund der Kinodigitalisierung analoge Filmkopien im 2. Halbjahr – der üblicherweise stärkeren Jahreshälfte – nicht mehr im nennenswerten Umfang hergestellt werden würden.

Anfang August gab das Unternehmen bekannt, dass der Vorstand der CineMedia Film AG von einem Verlust in Höhe von mehr als der Hälfte des Grundkapitals ausgehe und man daher mögliche Restrukturierungsmaßnahmen prüfe.

Allerdings verliefen die Finanzierungsgespräche zwischen CineMedia und den Großaktionären erfolglos und eine der beiden finanzierenden Banken der CineMedia Film AG hatte die genutzte Kreditlinie am 12. August außerordentlich fristlos gekündigt. Somit sei die  Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft eingetreten, so die Ad-hoc-Mitteilung der CineMedia weiter.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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