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Bundesarchiv schaltet Filmregistrierung frei

Am 4. Juli 2013 ist die Novellierung des Bundesarchivgesetzes in Kraft getreten. Demnach sind Filmhersteller verpflichtet, deutsche Kinofilme in einer Datenbank zu registrieren.

Die Hersteller deutscher Kinofilme haben künftig ein Jahr Zeit, ihre Werke nach der ersten öffentlichen Aufführung oder Fertigstellung zu registrieren. So sollen alle deutsche Kinoproduktionen, unabhängig davon, ob sie Förderungen erhalten haben oder nicht, erfasst werden. Zudem werde auch vermerkt, wo sich eine technisch einwandfreie, archivfähige Kopie des jeweiligen Kinofilms befindet, so die Meldung der Bundesregierung.

© Maria.P.-Fotolia

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Meilenstein zur Sicherung des Filmerbes

Kulturstaatsminister Bernd Neumann sagte dazu: „Die Pflichtregistrierung für alle deutschen Kinofilme ist ein wichtiger Meilenstein zur umfassenden Sicherung unseres Filmerbes. Filme sind als Teil unserer Kultur und als Zeitdokumente von herausragendem historischen und dokumentarischen Wert. Umso wichtiger ist es, das nationale Filmerbe in seiner Vielfalt zu erhalten und künftigen Generationen zugänglich zu machen. Mit der Einführung der gesetzlichen Pflichtregistrierung macht die Bundesregierung deutlich, dass sie die Sicherung des nationalen Filmerbes als kulturelle Langzeitaufgabe ernst nimmt und weiter verfolgt.“

Dokumentiert werden dabei alle programmfüllenden deutschen Filme. Nicht programmfüllende Filme sind registrierungspflichtig, sofern sie öffentlich aufgeführt, mit öffentlichen Mitteln gefördert oder mit einem nationalen oder internationalen Preis ausgezeichnet wurden, so die Neuregelung des Bundesarchivs.

Weitere Informationen zum Deutschen Filmregister finden Sie hier

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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