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Banken zocken Verbraucher mit hohen Zinsen beim Dispo ab

Viele Banken und Sparkassen langen immer noch ungeniert bei den Dispozinsen zu und speisen die Kunden beim Tagesgeld oder Festgeld mit mageren Zinsen ab. Was Sie dagegen als Verbraucher tun können- und lieber bleiben lassen sollten.


Von Seiten der Banken und Sparkassen wird den Kunden die Einräumung eines Dispo gerne schmackhaft gemacht. Das gilt jedenfalls dann, wenn diese über regelmäßige Einkünfte erzielen und nicht allzu lange das Konto überziehen. Ansonsten kündigt die Bank ihn einfach und für den Kunden ist Schluss mit Lustig.

Allerdings sollten Sie sich als Verbraucher auch gut überlegen, bei welcher Bank Sie sich überhaupt einen Dispo in Anspruch nehmen. Das kann nämlich – je nach Kreditinstitut – ganz schön teuer werden. Und das in Zeiten, wo der Leitzins der europäischen Zentralbank bei 1% liegt und sich Kunden daher mit mickrigen Zinsen beim Tagesgeld beim Festgeld begnügen müssen.

Nach einer aktuellen Untersuchung der Stiftung Warentest in der Zeitschrift Finanztest 3/2011 vom 15.02.2011 liegen die Zinsen für den Dispo zwischen 6% und satten 15%. Die Kunden müssen im Durchschnitt 11% Zinsen zahlen.

Fazit:

Als betroffener Verbraucher sollten Sie drauf achten, dass bei einer Inanspruchnahme des Dispo nicht mehr als 10% Zinsen anfallen. Ansonsten sollten Sie sich überlegen, ob Sie die Bank wechseln. Wenn Sie über einen längeren Zeitraum nicht flüssig sind, ist ein normales Darlehen zurzeit häufig viel günstiger. Hierüber sollten Sie sich unbedingt informieren.

Ratschlag an Kunden von Banken und Sparkassen:

Aufgrund der historisch niedrigen Zinsen lassen sich viele Kunden von ihrer Bank oder Sparkasse gerne über vermeintlich vielversprechende Alternativen beim Anlegen ihres sauer verdienten Geldes beraten. Hierbei sollten Sie sich unbedingt in Ruhe informieren und nicht von irgendwelchen Beratern drängen lassen, die nur an ihrer eigenen Provision interessiert sind. Wer aufgrund einer unzureichenden Beratung finanzielle Verluste erleidet, dem steht dafür unter Umständen ein Anspruch auf Schadensersatz zu. Er sollte sich daher unbedingt mit einer Verbraucherzentrale oder einem Rechtsanwalt in Verbindung setzten. Hierzu stehen wir auf Wunsch gerne zur Verfügung.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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  1. […] Dispozinsen. Laut Stiftung Warentest liegt die akzeptable Grenze für Dispozinsen be 10 %. Im wbs-law-Blog wird geraten die Bank zu wechseln, falls mehr als 10 Prozent bei einem Dispositionskredit […]

  2. […] teilweise immer noch gute Verzinsungen für ihre Tagesgeldkonten anbieten – und die Filialbanken, darunter die Sparkassen, die kaum noch einen Appel und ein Ei für die Ersparnisse ihrer Kunden übrig […]

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