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ARD und Produzentenallianz verlängern Eckpunktevereinbarung

Die Rundfunkanstalten der ARD und die Allianz Deutscher Produzenten – Film und Fernsehen haben ihre Eckpunktevereinbarung für ausgewogene Vertragsbedingungen bei Produktionen von Mitgliedern der Produzentenallianz bis zum 31. Dezember 2015 verlängert. 

Die Verlängerung um ein Jahr ist allerdings kein Zeichen von Einigkeit, sondern diesmal ein Beleg dafür, dass es noch Unstimmigkeiten zwischen beiden Parteien gibt.

© Martin Schumann - Fotolia.com

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Verhandlungsprozess schwierig

Alexander Thies, Vorsitzender des Produzentenallianz-Gesamtvorstands, sagte laut einer Meldung der Produzentenallianz: „Der bisherige Verhandlungsprozess zwischen ARD und Produzentenallianz um zukünftige Geschäftsmodelle in der Fernseh-Auftragsproduktion gestaltet sich konstruktiv, aber schwierig. Eine gute, dauerhaft tragfähige Vereinbarung ist viel wichtiger als ein schneller Formelkompromiss.

Deshalb hat der Vorstand der Produzentenallianz am 20. November 2014 der Verlängerung der im Jahre 2009 beschlossenen Eckpunkte um ein Jahr, bis zum 31.12.2015 einstimmig zugestimmt. Wir wollen ein qualitativ verbessertes Geschäftsmodell erreichen, das die Produzenten befähigt, über Rechte zu verfügen und erhöhte Zweitverwertungserlöse zu generieren. Wir begrüßen, dass die ARD ihre Verwertungsstrukturen überprüfen will.“

Eckpunktepapier an Markt anpassen

Karola Wille, Intendantin des Mitteldeutschen Rundfunks, betonte, dass man das mittlerweile fünf Jahre alte Eckpunktepapier an einen sich verändernden Markt anpassen und weiter entwickeln müsse. So sagte Wille: „Dazu gehören die konsequente Anwendung der bereits gültigen Vereinbarung, aber auch Fragen nach den Finanzierungsmodellen. Und schließlich müssen wir die Einbeziehung von teilfinanzierten Auftragsproduktionen oder Fragen der Entwicklungskosten gemeinsam klären. Die Verlängerung der bestehenden Übereinkunft gibt uns die notwendige Zeit dafür.“

Das zwischen Produzentenallianz und ARD vereinbarte Eckpunktepapier ist seit 2009 ist das Eckpunktepapier von Produzentenallianz und ARD in Kraft. Es setzt dabei die Rahmenbedingungen der Vertragsgestaltung für voll finanzierte Auftragsproduktionen. Anfang des Jahres wurde es auch auf Entertainment-Formate in der ARD ausgeweitet. 2013 wurde zudem eine Eckpunktevereinbarung für ARD-Dokumentationen vereinbart.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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