Abmahnung Filesharing

Abmahnung der Kanzlei Sarwari

Eine neue Abmahnung liegt uns vor. Rechtsanwalt Yussof Sarwari mahnt mit seiner Kanzlei Sarwari Pornofilme ab. Neben der Abgabe einer Unterlassungserklärung fordert er einen Vergleichsbetrag von EUR 650,-. Zeitgleich ist Sarwari noch als freier Mitarbeiter bei der bekannten Abmahnkanzlei Schulenberg & Schenk gelistet.

Eine neue Filesharing-Abmahnung liegt uns vor. Der Hamburger Rechtsanwalt Yussof Sarwari mahnt über seine gleichnamige Kanzlei Sarwari angebliche Urheberrechtsverletzungen auf Internettauschbörsen ab. In der uns vorliegenden Abmahnung vertritt er den Rechteinhaber G&G Media Foto-Film GmbH aus Haan. Abgemahnt wird der Pornofilm „Fuck Casting – Junge Gören nackt vor der Kamera #1“. Interessant ist, dass er zudem noch bei der bekannten Abmahnkanzlei Schulenberg & Schenk als freier Mitarbeiter gelistet ist.

Neben der Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung, die im Übrigen der Abmahnung nicht vorgefertigt beiliegt, verlangt Yussof Sarwari von den Abgemahnten die Zahlung von insgesamt EUR 842,88,-. Allerdings wird ein Vergleichsangebot zur schnellen Erledigung von Pauschal EUR 650,- unterbreitet.

Seite Eins der Abmahnung: Dokumentierte Daten

Auf Seite 1 des Abmahnschreibens wird zunächst darauf hingewiesen, dass seine Mandantin, Herstellerin und Rechteinhaberin des Abgemahnten Filmwerks sei und er, Yussof Sarwari, die Interessen der G&G Media Foto-Film GmbH anwaltlich vertritt.

Zudem befinden sich auf Seite 1 des Schreibens die dokumentierten und gesicherten Daten tabellarisch aufgelistet. Hierzu zählen neben Datum und Uhrzeit der angeblichen Urheberrechtsverletzung die ermittelte IP-Adresse, der Client, der Film-Titel sowie der Hash-Code.

Seite Zwei der Abmahnung: Angaben zum Anschlussinhaber

Auf Seite 2 werden die ermittelten Daten des Anschlussinhabers aufgeführt und erklärt, dass beim zuständigen Landgericht zuvor Antrag auf Erteilung einer Auskunft gestellt wurde. Mit dem Beschluss des Landgerichts darf beim Provider Auskunft verlangt werden, wer zum angeblichen Tatzeitpunkt hinter der ermittelten IP-Adresse steckte.

Darüber hinaus wird erläutert, dass zunächst eine tatsächliche Vermutung für die Täterschaft des Anschlussinhabers bestehe. Diese könne durch Sachvortrag jedoch erschüttert werden, allerdings bestünden dann weiterhin Ansprüche aus einer Störerhaftung.

Seite Drei der Abmahnung: Aufstellung der Kosten und Fristsetzung für Unterlassungserklärung

Auf Seite 3 folgt eine detaillierte Aufstellung der zu erstattenden Kosten. Der Lizenzschaden beläuft sich danach auf EUR 600,-. Hinzu kommen Gerichtskosten und Kosten für die Providerauskunft, so dass eine Zwischensumme von EUR 627,88,- entsteht. Zusammen mit den EUR 195,00,- Anwaltskosten und einer EUR 20,- Post- und Telekommunikationspauschale ergibt sich die Summe von insgesamt EUR 842,88,-

Es wird ferner eine Frist zur Abgabe der strafbewehrten Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung genannt. Die uns vorliegende Abmahnung wurde am 6.5.2015 versendet und es wurde eine Frist zur Abgabe der Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung bis zum 15.5.2015 gesetzt.

Seite Vier der Abmahnung: Vergleichsangebot von Yussof Sarwari

Auf Seite 4 der Abmahnung wird dem Abgemahnten „im Interesse einer schnellen und unproblematischen Erledigung der Angelegenheit“ ein Vergleichsangebot von Pauschal EUR 650,- unterbreitet. Die Frist zur Zahlung ist in der uns vorliegenden Abmahnung auf den 22.5.2015 gesetzt.

Wie können wir Ihnen in diesen Fällen helfen?

Die Kanzlei Wilde-Beuger-Solmecke ist auf genau solche Abmahnungen spezialisiert. In den vergangenen Jahren haben wir zahlreiche Mandanten vertreten, die Abmahnungen erhalten haben. Dabei gehen wir wie folgt vor:

  1. Wir bestreiten für Sie zunächst den korrekten Verlauf des Ermittlungsverfahrens.
  2. Gleichzeitig geben wir aber mit Ihnen eine modifizierte Unterlassungserklärung ab und wenden teure Eilverfahren ab. Diese Erklärung wird speziell für Ihren Fall erstellt.
  3. Wichtigster Punkt ist jedoch, dass wir im Folgenden für Sie die Zahlung der Abmahn- und Schadensersatzkosten verweigern.

In den meisten Fällen übernimmt Ihre Rechtsschutzversicherung die Kosten für die Abwehr von Abmahnungen leider nicht. Urheberrechtsverletzungen sind häufig nicht im Deckungsbereich der Rechtsschutzversicherungen enthalten, werden sogar häufig explizit ausgeschlossen. Als Mandant vertreten wir Sie deshalb zu einem fairen Pauschalpreis. Das bedeutet für Sie: Kalkulierbare und transparente Anwaltskosten.

Unter der Rufnummer 0221 / 9688 8195 47 (Beratung bundesweit) können Sie uns auch am Wochenende erreichen und offene und dringende Fragen besprechen. Zudem können Sie über das Kontaktformular mit uns in Verbindung treten. (TOS)

 

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

Gefällt Ihnen der Artikel? Bewerten Sie ihn jetzt:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)

RSSKommentare (0)

Kommentar schreiben | Trackback URL

Kommentar schreiben

Mit dem Absenden des Kommentars erklären Sie sich mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden.

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

E-Mail-Adresse eingeben und immer auf dem Laufenden bleiben:
×