Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) – Was Unternehmer wissen sollten

Viele Unternehmer verwenden für die Ausgestaltung ihrer Verträge AGB. Das Verwenden allgemeiner Geschäftsbedingungen erleichtert den Geschäftsverkehr bei immer wiederkehrenden gleichartigen Verträgen. Es gibt jedoch einiges zu beachten. Das Gesetz setzt den Unternehmern inhaltliche und formale Grenzen bei der Einbeziehung allgemeiner Geschäftsbedingungen. Wie diese im Einzelnen aussehen, soll im Folgenden erläutert werden.

Wann liegen AGB vor?

AGB liegen bei vorformulierten Vertragsbedingungen vor, die für eine Vielzahl von Verträgen von einer Vertragspartei bei Abschluss eines Vertrages der anderen Partei vorgegeben werden. Bei AGB handelt es sich somit um einseitige Vertragsbedingungen, die nicht individuell ausgehandelt werden. Eine „Vielzahl von Fällen“ wird bei bereits bei Vorliegen von drei Fällen angenommen. Zum Teil reicht es schon aus, dass die AGB mit „Wiederholungsabsicht“ einmalig verwendet wurden. Bei einem Vertrag zwischen einem Unternehmer und einem Verbraucher reicht die einmalige Verwendung vorformulierter Vertragsbedingungen, um von AGB zu sprechen. Entscheidend ist hier nur, dass die Vertragsbedingungen einseitig gestellt werden und die andere Partei, hier der Verbraucher, keinen Einfluss auf die Vertragsbedingungen hat. Einen Einfluss auf die Vertragsbedingungen im Sinne der Rechtsprechung hat der Verbraucher nicht schon dadurch, dass ihm die Unterzeichnung der AGB freigestellt wird. Ein solcher Einfluss wird erst dann angenommen, wenn Verhandlungen zum Inhalt der Klauseln stattfinden.

In welchen Geschäftsbereichen sind AGB einsetzbar?

AGB werden zur vertraglichen Ausgestaltung häufig in Kaufverträgen, Bankverträgen, Mietverträgen und Internetverträgen angewandt. Nicht erlaubt ist die Verwendung von AGB in den Bereichen des Erb- Familien- und Gesellschaftsrechts. Auch Tarifverträge, Betriebs- und Dienstvereinbarungen müssen individuell von den Vertragspartnern ausgehandelt werden.

Ist die Nutzung von AGB sinnvoll?

Die Nutzung von AGB ist für Unternehmer sinnvoll, denn durch sie spart man Zeit und erleichtert den Abschluss von Massenverträgen. Vorausgesetzt die AGB sind professionell, auf die jeweilige Branche abgestimmt, geschrieben worden. Die Verwendung unwirksamer AGB kann nachteilig sein. Wird eine AGB-Klausel im Rechtsstreit für unwirksam erklärt, gilt an Stelle dieser Klausel häufig die für den Unternehmer ungünstigere gesetzliche Regelung.

Besonders hilfreich ist die Verwendung von AGB in den Fällen, in denen die bestehenden gesetzlichen Regelungen unzureichend sind oder das Gesetz zur Regelung bestimmter Sachverhalte unbestimmte Rechtsbegriffe verwendet. AGB schaffen an dieser Stelle Klarheit und helfen bei eventuellen Rechtsstreitigkeiten.

Was ist bei der Verwendung von AGB zu beachten?

Bei B2C Verträgen:

1. Die AGB müssen für den Verbraucher verständlich sein. Die Klauseln müssen, auch ohne juristische Kenntnisse, nachvollziehbar sein. (Transparenzgebot).

2. Die AGB müssen lesbar sein. Eine Rolle spielt dabei sowohl die Schriftgröße, als auch die übersichtliche Darstellung der verschiedenen Klauseln. Zudem muss der Verbraucher die AGB ohne größere Schwierigkeiten zur Kenntnis nehmen können.

3. Die AGB müssen für die andere Vertragspartei ersichtlich mit in den Vertrag einbezogen werden. Daraus folgt, dass der Hinweis auf das Vorliegen von AGB bei Vertragsabschluss erfolgen muss. AGB dürfen nicht nachträglich mit einbezogen werden. Das bedeutet konkret, dass beispielsweise das Abdrucken der AGB auf der Rückseite des Vertrages keine wirksame Einbeziehung darstellt, wenn auf dem Schreiben selbst kein Hinweis auf die rückseitig abgedruckten AGB erfolgt. Genauso verhält es sich bei dem Abdrucken der AGB auf Rechnungen oder Quittungen. In Fällen von Massengeschäften oder wenn ein ausdrücklicher Hinweis wegen der Art des Vertragsschlusses nur unter unverhältnismäßigen Schwierigkeiten möglich ist, reicht es grundsätzlich auch, wenn die AGB als Aushang gut sichtbar am Vertragsort platziert sind. Dies ist zum Beispiel bei Parkhäusern oder bei Verträgen zum Besuch von Sportveranstaltungen der Fall. Im Internet muss vor einer Bestellung der eindeutige Hinweis erfolgen, dass die AGB mit einbezogen werden sollen. Der Kunde muss gleichzeitig die Möglichkeit haben diese herunterzuladen.

Bei B2B Verträgen:

Dort gelten weniger strenge Vorschriften: Es reicht für eine wirksame Einbeziehung der AGB aus, wenn die Absicht der Einbeziehung der Klauseln für den Vertragspartner erkennbar ist und dieser dem nicht widerspricht. Der Unternehmer muss lediglich in die Lage versetzt werden sich ohne Schwierigkeiten über die Vertragsbedingungen Kenntnis zu verschaffen. Verwenden beide Parteien AGB, gilt nur das was übereinstimmend vereinbart wurde. Bei widersprechenden Klauseln gelten die entsprechenden gesetzlichen Regelungen.

Wann ist eine AGB-Klausel unwirksam? – Beispiele

Unternehmer können durch das Stellen von AGB, leicht Vertragsvereinbarungen treffen, die zum Nachteil des Verbrauchers erfolgen. Der Verbraucher hat in der Regel nicht die gleiche Weitsicht wie der Unternehmer und kann nicht immer abschätzen, welche Konsequenzen bestimmte Regelungen für ihn haben. Um den häufig unterlegenen Verbraucher zu schützen sieht das Gesetz verschiedene Regelungen vor, nach denen Klauseln in AGB für unwirksam erklärt werden. Diese Regelungen finden sich in den §§305 ff. des Bürgerlichen Gesetzbuchs.

Unwirksam ist in jedem Fall eine Klausel, die

• die Haftung des Verwenders auch für grobe Fahrlässigkeit ausschließt

• die Erhöhung eines Entgeltes für Waren oder Leistungen vorsieht, die innerhalb von 4 Monaten geliefert oder erbracht werden sollen.

• die einen Haftungsausschluss für Mängelansprüche bei gebrauchten Sachen vorsieht

• die der Vertragspartner unmöglich erwarten kann (sog. Überraschende Klausel)

Ist eine Klausel nicht eindeutig bestimmbar, wird sie meist zu Gunsten des Verbrauchers ausgelegt. Klauseln sollten demnach so präzise wie möglich formuliert werden, um zweideutige Rückschlüsse zu vermeiden.

Grundsätzlich gilt: Eine Klausel ist unwirksam, wenn sie den Vertragspartner unangemessen benachteiligt. Dies ist dann anzunehmen, wenn die Bestimmungen in den AGB mit wesentlichen Grundgedanken der gesetzlichen Regelung, von der abgewichen wird, nicht zu vereinbaren sind oder wesentliche Rechte oder Pflichten, die sich aus der Natur des Vertrages ergeben, so eingeschränkt werden, dass die Erreichung des Vertragszwecks gefährdet ist (§ 307 Abs. 2 Nummer 1 und 2 BGB).

AGB Klauseln, die zwischen Unternehmern vereinbart werden, unterliegen nicht den gesetzlichen Regelungen der §§305 ff. BGB. Die Klauseln werden im Streitfall nur dahingehend überprüft, ob sie gegen Treu und Glauben verstoßen, was regelmäßig bei einer offensichtlichen unangemessenen Benachteiligung des Vertragspartners der Fall sein wird.

Konsequenzen einer unwirksamen Klausel

Enthalten die Vertragsbedingungen eine unwirksame Klausel, ist nicht der ganze Vertrag unwirksam. An die Stelle der unwirksamen Klausel treten, die für den Fall anwendbaren gesetzlichen Regelungen ein (§ 306 Abs. 2 BGB).

Fazit:

Eine Pflicht zur Verwendung von AGB besteht nicht, deren Verwendung ist jedoch der Einfachheit halber und zur Rechtsklarheit anzuraten. Dies gilt allerdings nur für unternehmensbezogene, speziell herausgearbeitete AGB, die die aktuelle Rechtsprechung mit einbeziehen. Die Verwendung unzulässiger Klauseln erfolgt in aller Regel zum Nachteil des Verwenders.

Es ist daher ratsam, Allgemeine Geschäftsbedingungen durch Spezialisten ausarbeiten zu lassen, die die aktuelle Rechtsprechung kennen und Unternehmen individuell beraten können. Zudem sollten Unternehmer bestehende AGB regelmäßig prüfen lassen. Was gestern noch rechtskonform war, kann heute wieder unwirksam sein. Aus diesem Grund ist von der Verwendung von Muster-AGB abzuraten. Hinzu kommt, dass Muster AGB auch urheberrechtlich geschützt sind und man sich bei deren Verwendung der Gefahr einer Abmahnung aussetzt. Eine Abmahngefahr besteht auch aus wettbewerbsrechtlicher Sicht, etwa dann wenn der Betreiber der Webseite von dem die AGB übernommen wurden, sich gegen die Verwendung durch seine Konkurrenten wehren möchte.

Verwendet ein Unternehmer unwirksame AGB sind unabhängig davon, dass sie keine Gültigkeit zwischen den Vertragspartnern erlangen, auch hier wettbewerbsrechtliche Abmahnungen durch Konkurrenten denkbar, die zu hohen Kosten führen können. Eine kompetente Rechtsberatung lohnt sich.

Die Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE ist Ihr kompetenter Ansprechpartner rund um Onlineshops. Profitieren Sie von langjähriger Erfahrung im Bereich des Internetrechts.

Egal, was Sie im Internet machen oder in welchem Umfang Sie tätig sind: Wir beraten Sie gerne – bundesweit! Ihr Ansprechpartner hierzu ist Rechtsanwalt Kilian Kost.

Infos unter 0221 / 968 896 460 0  (Beratung bundesweit) sowie info@wbs-law.de.

Übersicht über unser Leistungsangebot:

Beim Betrieb einer eigenen Website oder auch eines eigenen Internetauftritts bei eBay oder Amazon gilt es zahlreiche gesetzliche Vorschriften zu beachten. Neben den klassischen AGB-Regelungen und den aus dem „reellen“ Wirtschaftleben bekannten Gewährleistungsrechten bestehen für das Internet und speziell für den dortigen Handel zahlreiche Spezialregelungen.

Diesen stets gerecht zu werden, stellt sich mitunter als ziemlich schwieriges Unterfangen dar. Dies bringt einige Gefahren mit sich: Bereits ein falsches Impressum oder eine unvollständige Widerrufsbelehrung können schnell zu einer Abmahnung führen, in deren Folge Sie zur Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung sowie zum Schadensersatz aufgefordert werden. So manche gute Geschäftsidee wurde so bereits in Ihren Anfängen zu Nichte gemacht.

Wir bieten Ihnen drei verschiedene Pakete an, die je nach Bedürfnis mehr oder weniger umfangreiche Leistungen beinhalten.

Alle Pakete verfügen über

1)      Ein rechtssicheres Impressum

Lassen Sie sich ein zu 100 % auf Sie angepasstes, rechtssicheres Impressum entwickeln, das sowohl dem Telemediengesetz (TMG) als auch dem Rundfunkstaatsvertrag (RStV) entspricht. Gehen Sie mit einer maßgeschneiderten Datenschutzerklärung auf Nummer sicher und erfüllen Sie die Anforderungen des Bundesdatenschutzgesetzes. Bleiben Sie stets auf dem neusten Stand informiert durch unser quartalsmäßiges Rechtsupdate.

Anbieter von Telemedien sind gemäß § 5 TMG dazu verpflichtet, eine sogenannte Anbieterkennzeichnung (Impressum) leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar vorzuhalten. Telemedien in diesem Sinne sind z.B. eigene Websites, aber auch eBay-Shops und Firmenauftritte bei twitter oder facebook.

Die Impressumspflicht dient in erster Linie dem Verbraucherschutz, aber auch Mitbewerbern, die sich über den Inhaber einer Website informieren bzw. gerichtlich gegen diesen vorgehen wollen. So müssen dann im Rahmen des Impressums auch alle Informationen vorgehalten werden, die den Anbieter eindeutig identifizieren, wie etwa der vollständige Firmenname, die Rechtsform, die Person des Inhaber oder Vertretungsberechtigten, die Anschrift, Kontaktmöglichkeiten wie Telefon, Email und Fax, evtl. Registerangaben…

Welche Informationen in welcher Form und an welcher Stelle im Einzelfall angegeben werden müssen, stellt sich mitunter als ziemlich schwierig dar. Daher verwundert es auch nicht weiter, dass Abmahnungen wegen Impressumsverstößen seit jeher ein Dauerbrenner im Internet sind.

2)      Eine Datenschutzerklärung

Ein Thema von immer größerer Bedeutung ist der Datenschutz im Internet. Welche Daten werden an welcher Stelle für wen auf welche Weise gespeichert und an wen werden diese weitergegeben und in welchem Umfang werden sie in der Folge genutzt? Diese Fragen haben Sie den Besuchern Ihres Internetauftritts im Rahmen einer sogenannten Datenschutzerklärung zu beantworten.

Typische Problemfelder bilden hierbei der Einsatz von Google-Analytics oder unlängst auch die Einbindung des facebook like-it-Buttons. Aber auch über die Verwendung von Kundendaten für einen Newsletter oder die Weitergabe von personenbezogenen Daten an Transportunternehmen oder Schuldnerdateien ist im Rahmen einer Datenschutzerklärung aufzuklären.

3)      Rechtsupdates

Sie erhalten quartalsweise einen E-Mail-Newsletter zu den neuesten Gerichtsentscheidungen sowie Gesetzesänderungen im Bereich des Internethandels und des Betriebs von Internetinhalten. Stellen Sie sicher, dass Ihnen keine Änderung der Widerrufsbelehrung und kein Inkrafttreten einer EU-Verordnung verborgen bleiben. Die Vergangenheit hat dabei gezeigt, dass sich Aktualität stets auszahlt: So nehmen Abmahner oftmals gesetzliche Neuerungen zum Anlass, tätig zu werden. Stellen Sie sicher, zukünftig frühzeitig gewarnt zu sein.

4)      Haftungsübernahme

Selbstverständlich erfolgt unsere Rechtsberatung nach bestem Wissen und Gewissen. Allerdings gibt es derzeit wohl nur wenige Rechtsgebiete, die einem so stetigen und mitunter tiefgreifenden Wandel unterliegen, wie das Wettbewerbs- und Internetrecht. Folge hiervon sind oft unübersichtliche rechtliche Regelungen sowie unterschiedliche Rechtsprechungen erst- und zweitinstanzlicher Gerichte. Eine absolute Abmahnsicherheit kann es vor diesem Hintergrund selbst bei der gründlichsten Beratung nicht geben.

Dieser Umstand geht aber natürlich nicht zu Ihren Lasten. Vielmehr stehen wir auch nach Abschluss unserer Tätigkeit zu unserer Arbeit und haften Ihnen gegenüber unkompliziert für Schäden – wie z.B. Abmahnkosten –, die Ihnen durch einen Fehler von uns entstanden sind.

Diese Leistungen sind bereits in unserem Basis-Paket für 238,00 € (inkl. 19% MwSt.) enthalten. Dieses Paket eignet sich, wenn Sie unsere Dienste für einen Internetauftritt beanspruchen möchten.

Zusätzlich im Medium Paket (595,00 € (inkl. 19% MwSt.) für bis zu drei Internetauftritte):

Basis-ABG

Bei Allgemeinen Geschäftsbedingungen – kurz: AGB – handelt es sich um vorformulierte Vertragsklauseln, die den täglichen Geschäftsverkehr erleichtern sollen. Es besteht jedoch keine Pflicht, solche zu verwenden. Tut man es jedoch, müssen diese natürlich korrekt sein. Besonders im Verhältnis Unternehmer und Verbraucher (b2c) sind zahlreiche gesetzliche Schutzvorschriften zu beachten, von denen nicht so ohne weiteres im Rahmen von AGB abgewichen werden darf.

Im Einzelfall kann das Verwenden von AGB hilfreich sein und auch Ihre Pflichten gegenüber dem Käufer oder Kunden reduzieren. Hierbei wandelt man jedoch auf einem schmalen Grat zwischen dem, was von einer Inhaltskontrolle gedeckt wird und was nicht. So kann sich z.B. ein beabsichtigter Gewährleistungsausschluss schnell in einen rechtlichen Bumerang verwandeln und nicht nur dazu führen, dass die AGB-Klausel unwirksam ist, sondern auch, dass Sie wegen einer Wettbewerbsverletzung abgemahnt werden.

So kann es mitunter ratsam sein, die zu verwendenden AGB auf das absolute Minimum dessen zu reduzieren, was gesetzlich notwendig ist. Oftmals besteht ohnehin keine Möglichkeit, von der ohne AGB geltenden Gesetzeslage zum eigenen Vorteil abzuweichen.

Gerne helfen wir Ihnen dabei, den für Sie infrage kommenden Regelungsgehalt herauszuarbeiten und die Angriffsfläche, die Sie bieten, deutlich zu minimieren.

Ideal für alle Betreiber einer Internetseite, eines Forums oder eines Blogs, welche über eine bloße private Nutzung hinausgehen.

Widerrufsbelehrung

Neben den Leistungen des Basis-Pakets erhalten Sie eine an Ihre speziellen Bedürfnisse angepasste Widerrufsbelehrung, die die gesetzlichen Widerrufsrechte von Verbrauchern auf ein zulässiges Maß beschränkt und zugleich vor Abmahnungen schützt. Zusätzlich wird Ihr gesamter Bestellvorgang in rechtlicher Hinsicht auf Herz und Nieren geprüft, inkl. Ihrer Produktbewerbung und Preisdarstellung.

Seit 11.06.2010 besteht zwar die Möglichkeit, auf ein gesetzliches Muster zurückzugreifen. Der Verwender eines solchen Musters darf grundsätzlich nicht wegen eventueller Belehrungsfehler abgemahnt werden. Um in den Genuss dieser Privilegierung zu kommen, dürfen Anpassungen des Belehrungstextes jedoch nur in den engen Grenzen, die das Gesetz ebenfalls vorgibt vorgenommen werden. Ein äußerst schwieriges Unterfangen, wie jeder bestätigen werden kann, der sich schon einmal mit der Anlage 1 zu Art. 246 § 2 Abs. 3. Satz 1 EGBGB auseinandergesetzt hat.

Unvermindert kommt es somit zu Abmahnungen in diesem Bereich. Häufigste Fehler sind hierbei: Falsche Verwendung der sog. 40-Euro-Klausel, Zitieren von veralteten Rechtsvorschriften (BGB-InfoV), Angabe einer Telefonnummer, unvollständige Belehrung über den Fristbeginn.

12-seitiger Leitfaden

Ein stetig überarbeiteter und aktualisierter Leitfaden gibt Ihnen erste Informationen und Rechtstexte, die Sie so 1:1 übernehmen können, an die Hand. Ein weiterer Teil des Leitfadens beschäftigt sich mit häufigen Abmahngründen und schärft somit Ihr eigenes Problembewusstsein.

1 Stunde telefonische Rechtsberatung

Natürlich geht auch im Bereich des Internet und modernen Kommunikationsformen wie E-Mails, Twitter oder Facebook nichts über eine persönliche, individuelle Rechtsberatung. Hier haben Sie Gelegenheit Ihre Fragen unmittelbar von kompetenten und fachkundigen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten beantwortet zu bekommen. Ebenso zeigt unsere Erfahrung, dass sich mitunter selbst kompliziert anmutende Sachverhalte im Rahmen eines Telefonats oftmals leichter und verständlicher vermitteln und letztlich lösen lassen.

Check Bestellvorgang

Der Bestellvorgang im Rahmen eines Onlineshops stellt ebenfalls ein problemträchtiges Gebiet dar, indem man an vielen Stellen, vieles falsch machen kann. So gilt es hier zum einen formelle Anforderungen wie z.B. solche der Preisangabenverordnung einzuhalten. Zugleich gilt es darauf zu achten, keine ungewollte Erklärungen zum falschen Zeitpunkt abzugeben (Bestellbestätigung schon die verbindliche Annahmeerklärung?) und wichtige Rechtstexte wie AGB oder auch die Widerrufsbelehrung richtig einzubeziehen.

Check Preisdarstellung

Bei der Darstellung von Preisen für Waren oder Dienstleistungen im Internet sind insbesondere die Vorgaben der Preisangabenverordnung zu beachten. So sind gegenüber Verbrauchern beispielsweise ausschließlich Nettopreise anzugeben, worauf zusätzlich auch noch einmal ausdrücklich hingewiesen werden muss. Ebenso verhält es sich mit den weiteren Preisbestandteilen, wie z.B. etwaig anfallenden Versandkosten, über die Kunden ebenfalls umfassend aufzuklären.

Check Produktwerbung

Ohne die richtige Bewerbung Ihrer Produkte geht es nicht. Doch ist bei weitem nicht alles, was der Darstellung Ihrer Waren oder Dienstleistungen förderlich ist, in rechtlicher Hinsicht auch erlaubt.

So muss beispielsweise die Behauptung einer Spitzenstellung à la „keiner ist billiger!“ letztlich auch den tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen. Aber auch leichtfertig ausgesprochene Garantieversprechen oder Werbungen mit Selbstverständlichkeiten („100 % Original“) können schnell zu einer Abmahnung führen. Ein weiteres Feld, auf dem es zunehmend zu Abmahnungen kommt, ist die Angabe von Grundpreisen.

Zusätzlich im Premium-Paket (Preis auf Anfrage, für eine unbegrenzte Anzahl von Internetauftritten):

AGB individuell

Neben den Leistungen des Medium-Pakets entwickeln wir Ihnen maßgeschneiderte AGB-Lösungen, die speziell für Ihren Internetauftritt abgestimmt sind. Ganz gleich, ob es sich hierbei um Regelungen für einen Onlineshop, Nutzungsbedingungen für ein Social-Media-Forum oder Lieferbedingungen für einen Onlineversand handelt. Wir prüfen Ihr Geschäftskonzept umfassend unter allen rechtlichen Gesichtspunkten und entwickeln Ihnen perfekt hierauf abgestimmte Vertragsklauseln.

Verteidigung gegen Abmahnung

Für den Fall, dass Sie eine Abmahnung erhalten haben und nun eine Unterlassungserklärung abgeben müssen, ist unser gesamtes außergerichtliches Tätigwerden erfasst. Wir prüfen die Abmahnung, überlegen gemeinsam mit Ihnen Verteidigungsstrategien und übernehmen das vollständige weitere Verfahren, sodass Sie sich wieder auf wichtigeres konzentrieren können. Was ist eine Abmahnung und wie können sich Online-Händler wehren? Hier verlinken: https://www.wbs-law.de/e-commerce/abmahnung/

Markenanmeldung

Eine einprägsame Marke hat neben ihrer Kennzeichnungs- und Herkunftsfunktion vor allem eine Qualitäts- und auch Garantiefunktion. Sie vermittelt dem Verbraucher eine gewisse Wert- und Qualitätsvorstellung, die im besten Fall zur Produkttreue führt. Um den optimalen Nutzen aus der Marke zu ziehen, sollte diese daher auch ausgiebig geschützt sein. Welche Anmeldungen in Ihrem konkreten Fall sinnvoll oder gar notwendig sind, besprechen wir gern in einer individuellen Beratung mit Ihnen und unterstützen Sie bei den notwendigen juristischen Schritten. Mehr Informationen rund um das Thema Markenanmeldung finden Sie hier: https://www.wbs-law.de/markenrecht/markenanmeldung/

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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