Abmahnung Filesharing

Warnhinweis zwecks Bekämpfung von Urheberrechtsverletzungen durch Filesharing?

Eine neue Studie kommt zu dem Schluss, dass viele Nutzer bei einem Warnhinweis keine Urheberrechtsverletzung durch das Verbreiten von urheberrechtlich geschützter Musik über Tauschbörsen begehen würden. Fraglich ist jedoch, ob dieser Vorschlag praxistauglich ist.

Wie wir bereits berichtet haben, hatte die GfK eine Studie zur digitalen Contentnutzung (DCN Studie) 2011 durchgeführt. Aufgrund dessen fordert die Musikindustrie unter anderem, dass die Nutzer vor dem illegalen Herunterladen und Verbreiten urheberrechtlicher Inhalte gewarnt werden sollen. Denn in dieser Studie haben laut einem Beitrag der Onlineausgabe von der Financial Times Deutschland vom 31.08.2011 81% der Nutzer erklärt, dass sie bei einem Warnhinweis von der Nutzung illegaler Angebote abgehalten würden. Das Ganze soll in der Weise ablaufen, dass sich bei dem Aufruf derartiger Inhalte ein Warnfenster öffnen soll. Darin soll dann stehen, dass es sich um eine Raubkopie handelt, deren Speichern auf dem PC illegal ist.

Hier ist allerdings die Frage, wie dieser Vorschlag in der Praxis gehandhabt werden soll. In diesem Fall müssten die Provider vom Gesetzgeber dazu verpflichtet werden, dass sie für derartige Warnhinweise sorgen. Hierfür gibt es bisher keine Rechtsgrundlage. Das Bedenkliche hierbei ist allerdings, dass die Provider dann die aufgerufenen Inhalte ihrer Nutzer kontrollieren müssten. Diesbezüglich ist vor allem zu bedenken, dass entgegen der Darstellung der Musikindustrie und Filmindustrie nicht ein großer Teil der Nutzer Urheberrechtsverletzungen durch Filesharing begehen.

Näheres können Sie hierzu dem folgenden Beitrag entnehmen:

https://www.wbs-law.de/abmahnung-filesharing/neue-gfk-studie-zur-digitalen-content-nutzung-durch-filesharing-was-die-musikindustrie-verschweigt-11722

 

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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