Abmahnung Filesharing

Strafantrag gegen kinox.to wegen Urheberrechtsverletzung durch illegales Streaming

Nach der Abschaltung des Raubkopierportals kino.to und der Verhaftung der mutmaßlichen Betreiber droht offenbar kinox.to ein ähnliches Schicksal.

[WICHTIGES UPDATE Mai 2017:] Der unten stehende Text spiegelt noch die alte Rechtslage wieder. Der Europäische Gerichtshof hat zu dieser Thematik im Mai 2017 ein wegweisendes Urteil gesprochen, wonach Streaming immer dann illegal ist, wenn die Quelle offensichtlich illegal ist (EuGH, 26. April 2017, Az. C-527/15). Alle Details zum Streaming-Urteil des EuGH können Sie in unserem ausführlichen Blogbeitrag unter dem folgenden Link nachlesen:

https://www.wbs-law.de/urheberrecht/eugh-zu-streaming-72808/

Der nachfolgende Text entspricht daher möglicherweise nicht mehr der aktuellen Rechtslage [UPDATE ENDE].

 
Laut mehrerer Meldungen etwa bei Meedia.de, spiegel.de sowie gulli soll es sich bei kinox.to um den Nachfolger des illegalen Streamingportals kino.to handeln. Nach der Schließung von kino.to sei bei kinox.to die Besucherzahl erheblich angestiegen. Sie habe laut einer Meldung bei 1,8 Millionen Unique-Nutzer im Oktober 2011 gelegen haben und soll eins der beliebtesten Video-Portale in Deutschland sein. Angeblich soll jetzt die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) gegen die Verantwortlichen bei kinox.to einen Strafantrag gegen kinox.to vorbereiten.

Bei den Betreibern derartiger Portale mit illegalen kommt vor allem eine Strafverfolgung wegen gewerblicher Urheberrechtsverletzung in Betracht.

Inwieweit sich der einzelne Nutzer durch das Streaming derartiger Filme von Raubkopier-Portalen strafbar macht, ist unter den Fachleuten umstritten. Nach unserer Auffassung brauchen die Nutzer nicht damit zu rechnen, dass sie strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden.

Sicherlich sind auch die folgenden Beiträge für Sie interessant:

kinox.to: Wirklich Nachfolger von dem illegalen Streaming-Portal kino.to?

Kino.to, die GVU und das Amtsgericht Leipzig

Alternativen zu illegalen Streaming-Portalen wie kino.to im Netz

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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  1. […] Interessant ist in diesem Sinne auch der Video-Betrag von wbs-law.de: […]

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