Abmahnung Filesharing

Schutt, Waetke Rechtsanwälte mahnen 12 Years A Slave ab!

Die Rechtsanwälte Schutt, Waetke mahnen im Namen der Firma TOBIS Film GmbH & Co. KG den Tausch des Films 12 Years A Slave in einer Internetbörse ab.

732, 50 Euro für den Tausch von 12 Years A Slave

Insgesamt macht die Kanzlei Zahlungsansprüche in Höhe von 732, 50 Euro für den Tausch des Films 12 Years A Slave geltend. Davon sind 500 Euro Schadensersatz als fiktive Lizenzgebühr veranschlagt, 215 Euro Rechtsanwaltskosten und 17,50 Euro Ermittlungskosten.

Die weiteren Forderungen

Darüber hinaus wird im Abmahnschreiben folgendes gefordert:

  1. 1.       Die Löschung der Datei

Wir fordern Sie auf, die oben genannte Datei sofort von dem zum Upload freigegebenen Ordner Ihres Rechners zu entfernen.

  1. 2.       Die Abgabe einer Unterlassungserklärung

Unsere Mandantin hat Anspruch auf künftige Unterlassung weiterer Rechtsverletzungen. Sie müssen also ab sofort dafür sorgen, dass über Ihren Internetanschluss keine vergleichbaren Rechtsverletzungen mehr erfolgen.

Außerdem hat unsere Mandantin Anspruch auf Abgabe einer Unterlassungserklärung. Wir fordern Sie daher auf, eine ausreichende strafbewehrte Unterlassungserklärung abzugeben. Ein Beispiel finden Sie auf der vorletzten Seite dieses Schreibens. Sie können dort ankreuzen, ob Sie die Erklärung als Täter (insbesondere also, wenn Sie die Tat selbst begangen haben) oder als Störer (falls ein Anderer die Tat begangen hat und Sie nicht dafür als Täter verantwortlich sind) abgeben wollen. Die von uns vorgeschlagene Unterlassungsverpflichtungserklärung geht nicht über die abgemahnte Rechtsverletzung hinaus.

Überprüfung durch einen Rechtsanwalt lohnt sich

Obwohl hier behauptet wird, dass die Unterlassungserklärung nicht über die abgemahnte Rechtsverletzung hinausgeht, raten wir Ihnen davon ab, die beigefügte Unterlassungserklärung einfach zu unterschreiben. Ansonsten würde unter Umständen ein Schuldanerkenntnis abgegeben werden. Die abmahnende Kanzlei hat dann nach wie vor die Möglichkeit, weitere Abmahnungen wegen anderer in der Vergangenheit geladenen Dateien zu verschicken. Deswegen sollte eine abgewandelte Form der Unterlassungserklärung abgegeben werden – die so genannte modifizierte Unterlassungserklärung.

Ob die Schadensersatzforderungen gezahlt werden müssen, ist eine andere Frage. In vielen Fällen sind die Forderungen zumindest erheblich überzogen.  Außerdem ist oft unklar, ob der Internetanschlussinhaber überhaupt der Täter und damit zum Schadensersatz verpflichtet ist.

Lassen Sie sich nicht dazu hinreißen, die Ansprüche ungeprüft zu akzeptieren. Eine juristische Beratung ist unabdingbar, da man sich mit der Abgabe der geforderten Unterlassungserklärung über Jahre hinweg bindet. Eine juristische Überprüfung der Angelegenheit lohnt sich also.

Gerne stehen wir Ihnen im Rahmen unserer Filesharer-Hotline unter der Rufnummer 0221 / 968 896 460 0 (Beratung bundesweit) persönlich zur Verfügung.

Weitere Informationen und Hilfe zu Abmahnungen von Schutt Waetke Rechtsanwälte finden Sie hier:
Schutt Waetke Rechtsanwälte.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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