Abmahnung Filesharing

MPAA sagt den Cyberlocker- Anbietern den Kampf an

Die Motion Picture Association of America (MPAA) hat am 03.12.2013 erfolgreich einen Vergleich mit den Betreibern der Suchmaschine Isohunt geschlossen. Letztere müssen gegen die MPAA unter anderem eine Schadensersatzsumme in Höhe von 80 Millionen Dollar zahlen.

Filehoster Hotfile wurde abgeschaltet

Zukünftig kein fliegender Gerichtsstand bei Urheberrechtsverletzungen © AK-DigiArt-Fotolia

 

Hotfile muss Betrieb seiner Seite voerst einstellen

Der Prozess von MPAA gegen die Betreiber des Filehosters Hotfile begann im Jahr 2011 und wurde erst jetzt durch den Abschluss eines Vergleichs beendet. Auf der Internetseite von Hotfile wird den Kunden gegen Zahlung einer Gebühr ein Online-Speicher und eine Bandbreite zum Dateiaustausch zur Verfügung gestellt. Dies konnte die MPAA, die große Hollywood-Filmstudios vertreten, nicht länger dulden, da sich unter den Dateien auch urheberrechtlich geschützte Werke befanden. Chriss Dodd, der Chairman und CEO der MPAA, möchte für mehr Sicherheit im Internet sorgen und vor allem die Nutzer schützen. Seit Eröffnung dieses Prozesses wurden auch Verfahren gegen Megaupload, Isohunt und Surfthechannel durchgeführt, was zur Folge hatte, dass bspw. Megaupload im Januar 2012 den Betrieb der Internetseite einstellen musste.

Im März 2012 schaltete sich auch Goggle in den Prozess ein und schlug sich auf die Seite von Hotfile. Der Betrieb der Seite und der damit einhergehende Datenaustausch sei durch den Digital Millenium Copyright Act (DMCA) geschützt. In diesem seit 1998 geltenden Gesetz ist das sog. Safe- Harbor- Prinzip verankert, das besagt, dass Anbieter unter der Befolgung bestimmter Regeln nicht für Urheberrechtverstöße ihrer Nutzer verantwortlich gemacht werden können. Dieses Prinzip gilt bspw. auch für Youtube, Wikipedia und Facebook und lässt sich demnach auch auf Hotfile übertragen, so Google. Allerdings sah das zuständige Gericht dies anders und hat Hotfile dieses Prinzip aberkannt.

Fazit: Hotfile.com abgeschaltet

So musste Hotfile nicht nur im Rahmen des Vergleichs eine beachtliche Summe an MPAA zahlen, sondern ihnen wurde außerdem aufgetragen, den Betrieb des Filehosters so lange einzustellen, bis sichergestellt ist, dass keine weiteren Urheberrechtsverstöße begangen werden können. Auf hotfile.com heißt es seitdem, dass die Seite dauerhaft abgeschaltet wird.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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