Abmahnung Filesharing

Gericht verurteilt Studenten wegen Filesharings zur Zahlung von 675.000 Dollar

Bereits 2009 wurde der US- Student Joel Tenenbaum wegen Urheberrechtsverletzungen zur Zahlung von Schadensersatz in Höhe von 675.000 Dollar verurteilt. Ein US- Bundesgericht bestätigte jetzt das Urteil des Geschworenengerichts.

Das Geschworenengericht befand den damals 16-jährigen für schuldig, 30 Songs illegal heruntergeladen und über die Filesharing Software Kazaa illegal verbreitet zu haben. Der Schadensersatz in Höhe von 675.000 Dollar (ca. 538.000 Euro) befindet sich an der unteren Grenze des Zulässigen. Für vorsätzlichen Urheberrechtsbruch hätten die Geschworenen nach US-Recht sogar bis zu 4,5 Millionen Dollar Schadensersatz verhängen können.

Aufgrund dieser Rechtslage wies die Vorsitzende Richterin den Antrag auf Neuauflage des Verfahrens ab.

 

Der 16 jährige gab nach anfänglichem Leugnen zu, dass er Songs von den Bands Incubus, Green Day, Aerosmith und Nirvana heruntergeladen und an seine Freunde verteilt hat. Die Jury sprach den klagenden Plattenfirmen Schadensersatz in Höhe von 22.500 Dollar pro Song zu.

 

Die Musikindustrie begrüßte nach einem Bericht der Internetseite „Cnet“die Entscheidung des Bundesgerichts. Tenenbaum hatte in der Vergangenheit zahlreiche Spenden von Unterstützern abgelehnt, die ihm helfen sollten, die Entschädigungen zu leisten.

 

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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