Abmahnung Filesharing

Filmproduzent verlangt 2.500,- Euro Schadenersatz für illegales Verbreiten eines Films

Insbesondere das Verbreiten eines urheberrechtlich geschützten Films über eine Tauschbörse im Internet kann zu einer teuren Abmahnung führen. Dies ergibt sich aus einer aktuellen Entscheidung des Landgerichtes Hamburg.

 


Im vorliegenden Fall wurde ein pornografischer Film über eine Tauschbörse im Internet illegal verbreitet. Aus diesem Grunde erhielt der Inhaber eines Internetanschlusses eine Abmahnung vom Rechteinhaber. Dieser forderte neben der Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung und dem Ersatz der Aufwendungen für die Abmahnung Schadenersatz in Höhe von 2.500 €. Demgegenüber bestritt der Anschlussinhaber die zur Last gelegte Urheberrechtsverletzung, ohne dies konkreter auszuführen. Darüber hinaus sei die Forderung nach seiner Ansicht viel zu hoch.

Hierzu entschied das Landgericht Hamburg am 18.03.2011, dass dem Filmproduzenten für das illegale zur Verfügung stellen eines Films über eine Tauschbörse im Internet 1.000 € Schadenersatz zustehen (310 O 367/10). Nach Ansicht der Richter war die Forderung von 2.500 € übertrieben, weil die Nutzung einer Tauschbörse nicht so weitreichend sei wie die vom Rechteinhaber veranschlagte weltweiten Nutzung. Aufgrund des einfachen Bestreitens sei davon auszugehen, dass der Anschlussinhaber auch die festgestellte Urheberrechtsverletzung begangen habe.

Hinweis:

Wenn Sie eine Abmahnung wegen einer angeblich begangenen Urheberrechtsverletzung durch Filesharing eines Films oder eines sonstigen Werkes über eine Tauschbörse erhalten, sollten Sie sich unverzüglich mit einer Verbraucherzentrale oder einem Rechtsanwalt in Verbindung setzen. Gerne stehen wir Ihnen für Fragen zur Verfügung.

Näheres erfahren Sie unter dem folgenden Link:

 

Filesharing-Spezial – Übersicht über unser gesamtes Informationsangebot

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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RSSKommentare (1)

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  1. Jürgen sagt:

    Das ist alles so verlogen mit den Abmahnungen. Ein Freund von mir hat eine Abmahnung von CSR bezügl. Purzel Video bekommen. Laut Webseite ist der Film zum Zeitpunkt des Log noch nicht mal weltweit veröffentlicht worden, sondern wird erst 4 Wochen später als das Log-Datum mit IP Adresse veröffentlicht. Wie kann es sein das der Film trotzdem im Netz ist ? Kann in diesem Fall ja nur ……… natürlich ist es illegal das dann auch runterzuladen und noch weiter zu verbreiten, aber wann wird endlich gegen die vorgegangen, die die Datei als erster in Netz stellen. Der Film kann doch nur von Purzel Mitarbeiter ins Netz gestellt worden sein. Screen Shot der Purzel Webseite mit dem Datum der Veröffentlichung und Screenshot ED2K hat mein Freund gesichert, wenn es zu Verhandlung kommen sollte.

    Ich weiß aus zuverlässigen Kreisen, das Mittelsmänner von Anwälten bzw. Hersteller die Filme und Musikstücke im Netz verbreiten da oft ein vielfaches an Euros mit den Abmahnungen (oft das 10-20 fache des Verkaufspreis) verdient wird (Anwälte und Produzenten. Wie illegal da vorgegangen wird bleibt jedem Gericht verborgen und niemand unternimmt etwas dagegen.
    Oder haben Sie schon eine Strafanzeige gegen die Abmahner bzw. Hersteller eingereicht ? Wegen Verbreitung von strafrechtlich illegalen Daten im Internet, um dem Abmahnwahn genügend Futter zu geben.
    Gruß
    Jürgen

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