Abmahnung Filesharing

Filesharing: Peer-to-Peer-Netzwerke verzeichnen wachsenden Zulauf

Nach der großflächig zunehmenden Abschaltung von Filehosting-Portalen wie Megaupload orientieren sich Nutzer in Richtung anonymisierter Filesharing-Systeme. So konnte der Dienst RetroShare kürzlich eine rigoros steigende Zahl von Datenübertragungen verzeichnen. Aktuell misst man das Zehnfache an Aktivität, die man noch im Dezember 2011 gemessen hatte, so Projektgründer Dr. Bob.

Retroshare ist aus vielen kleinen Netzwerken unter Nutzern, die sich gegenseitig kennen, aufgebaut. Neue Nutzer können zu diesem System hinzukommen, indem mit einem aktiven User ein PGP-Zertifikat ausgetauscht wird. Danach lassen sich Dateien über SSL-verschlüsselte Verbindungen austauschen. Der Transfer kann dabei nur bis zum nächsten Knoten nachvollzogen werden. Dieses System ist ein Darknet, es kann für Außenstehende – also auch die Strafverfolgung – kaum nachvollzogen werden. Die Software für dieses Unterfangen existiert zwar schon seit 2006, könnte sich aber nun einem wachsenden Nutzerkreis erschließen, so das Webblog „TorrentFreak“.

RetroShare ist nur eine Möglichkeit von vielen Peer-To-Peer-Netzwerken, die sich aufgrund der Razzien in den großen, populären Portalen wachsender Beliebtheit erfreuen werden. Der Trend geht in Richtung der verschlüsselten und anonymisierten Infrastruktur, die von der Strafverfolgung bislang nicht verfolgt werden kann.

 

 

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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