Abmahnung Filesharing

Filesharing: Anzahl der Klageverfahren erneut gestiegen

Die Musikindustrie mahnt nicht nur massenhaft mutmaßliche Filesharer wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen über Tauschbörsen ab. Die Anzahl der Klageverfahren wegen geltend gemachter Forderungen ist erneut erheblich gestiegen. Dies ergibt sich aus einer kürzlich veröffentlichten Abmahnstatistik für das erste Halbjahr 2013.

Abgemahnte Filesharer werden schneller verklagt © AK-DigiArt-Fotolia

Abgemahnte Filesharer werden schneller verklagt © AK-DigiArt-Fotolia

 

Die von der Initiative AW 3 P veröffentlichte „Antistatistik“ für das erste Halbjahr 2013 möchte laut des Verfassers zwar keine Statistik für das Abmahnwesen sein. Sie nennt trotzdem aber einige interessante Zahlen, die auf der Auskunft von insgesamt 35 Rechtsanwaltskanzleien basieren.

Zunächst einmal ist die Anzahl der Besucher der Webseite http://www.abmahnwahn-dreipage.de von 26.675 im Januar 2013 auf 34.527 im Juni 2013 angestiegen. Das Musterschreiben für die strafbewehrte Unterlassungserklärung wurde allein im Juni 2013 insgesamt 8.315-mal von Besuchern heruntergeladen. Das bereitgestellte eBook „Wegweiser Inkasso“ wurde im Juni 2013 insgesamt 3.010-mal gedownloadet. Daran sieht man, dass nach wie vor ein großer Informationsbedarf bei den Betroffenen besteht.

Bereits 356 Filesharing Klageverfahren im ersten Halbjahr 2013

Laut Mitteilung der 35 Anwaltskanzleien wurden im ersten Halbjahr 2013 allein 7.425 Mandate für abgemahnte Filesharer übernommen. Insbesondere die Anzahl von insgesamt 356 Klageverfahren wegen geltend gemachter Filesharing-Forderungen von Abmahn-Kanzleien allein im ersten Halbjahr 2013 sollte zu denken geben. Demgegenüber gab es im gesamten Jahr 2012 insgesamt nur 569 Klageverfahren und im Jahr 2011 lediglich 171 Klageverfahren gegen Tauschbörsennutzer.

Abgemahnte haben ein hohes Kostenrisiko

Die genauen Zahlen können Sie selbst der „Antistatistik“ für das erste Halbjahr 2013 entnehmen. Die gestiegene Klagetätigkeit ist vor allem deshalb bedenklich, weil damit ein höheres Kostenrisiko für den abgemahnten Tauschbörsennutzer besteht. Umso wichtiger ist es, dass sich diese nach einer Filesharing Abmahnung umgehend beraten lassen. Dafür stehen wir auf Wunsch gerne persönlich zur Verfügung. Eine strafbewehrte Unterlassungserklärung sollte keinesfalls voreilig abgegeben werden.

Wo abgemahnte Filesharer sich informieren können

Sie können sich gerne vorab vor allem in unserem Filesharing-Spezial und in dem von mir verfassten eBook „Handbuch-Filesharing“ informieren, dass Sie zu diesem Zweck gerne kostenlos auf Ihren Rechner herunterladen dürfen.

Darüber hinaus sind sicherlich die folgenden Beiträge interessant für Sie:

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

Gefällt Ihnen der Artikel? Bewerten Sie ihn jetzt:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)

RSSKommentare (2)

Kommentar schreiben | Trackback URL

  1. Shual sagt:

    LG – HJ 2013: 4 WF + 2 Rasch + 1 Schroeder + 1 rka =

    Achtundneunzig????

    98? Tippe auf Rechtshänder mit zu dicken Fingern…

  2. nomad sagt:

    356 klageverfahren im 1. Halbjahr 2013?

    verstehe ich nicht…

    wo doch das AG München angeblich 1500 Verfahren im gleichen Zeitraum alleine bearbeitet???

    mal leicht verwirrt bin….

    mit der Bitte um Erläuterung

Kommentar schreiben

Mit dem Absenden des Kommentars erklären Sie sich mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden.

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

E-Mail-Adresse eingeben und immer auf dem Laufenden bleiben:
×