Abmahnung Filesharing

EU möchte legales Streaming fördern

Der hohe Zulauf von illegalen Streaming-Portalen mit urheberrechtlich geschützten Filmen wie kino.to kommt auch dadurch, dass es in Deutschland wenig legale und zugleich attraktive Alternativen gibt. Das kommt durch die überalterten Vorschriften im Urheberrecht. Die europäische Union möchte diesen unbefriedigenden Zustand ändern.

 

Der illegale Streaming-Dienst kino.to soll täglich etwa 4 Millionen Besucher gehabt haben- eine Zahl die wirklich zu denken geben soll. Dabei sollte man den Schuldigen nicht nur bei den Nutzern suchen, die urheberrechtlich geschützte Dateien einfach kostenlos auf den Rechner laden oder das Anschauen eines urheberrechtlich geschützten Films zum Nulltarif dem legalen Erwerb des Films vorziehen. Denn hierzulande gibt bislang es kein seriöses und zugleich hochwertiges Angebot wie etwa in den USA durch den Videostreaming-Dienst Netflix.

 

Das hängt nach der Ansicht der zuständigen EU-Kommissarin Neelie Kroes damit zusammen, dass die Vorschriften in den einzelnen Mitgliedsstaaten veraltet und nicht aufeinander abgestimmt sind. Sie setzt sich dabei unter anderem für ein einheitliches Urheberrecht ein, dass im digitalen Zeitalter erforderlich ist. Dabei kritisiert sie im Rahmen der digitalen Agenda vor allem die Verwertungsgesellschaften, die auf ihren Exklusivrechten pochen. Sie fordert übrigens auch, dass jeder Bürger einen schnellen Zugang zum Internet bekommt.

 

 

Quellen:

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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