Abmahnung Filesharing

Ermittlungen gegen Kino.to: Die tatsächlichen Hintergründe

Dass am 08.06.2011 die Razzien gegen das Portal Kino.to, die Festnahme der mutmaßlichen Verantwortlichen sowie die Stillegung dieses Streaming-Dienstes erfolgen konnten, war auch für viele Nutzer eine Überraschung. Den Ermittlern wurde anscheinend durch einen Insider auf die Sprünge geholfen.

 

Nach mehreren Berichten in den Medien kam es zu der Schließung des Portals Kino.to zumindest nicht allein durch die Arbeit der Ermittler. Ein früherer Mitarbeiter soll  ausgepackt  und wichtige Informationen preisgegeben haben. Die Gesellschaft zur Ermittlung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) irrte nämlich in einem wichtigen Punkt: Sie nahm an, dass die Betreiber dieses Streamingplattform im fernen Tonga sitzen würden. Hierbei handelt es sich um einen Inselstaat, der sich im südlichen Pazifik befindet. Stattdessen kam von ihm der entscheidende Tipp, dass die Webseite vom heimischen Leipzig aus betrieben wurde. Der Grund für die Preisgabe von diesen Informationen soll darin liegen, dass der Mitarbeiter aufgrund der guten Einnahmen der Betreiber mit seiner Bezahlung unzufrieden gewesen sei.

 

Nutzer sollten derartige Streaming-Angebote auch von anderen Betreibern nicht in Anspruch nehmen, weil auf jeden Fall das Betreiben von derartigen Portalen eine Urheberrechtsverletzung darstellt, die strafbar ist. So etwas sollte nicht unterstützt werden. Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

 

Quellen/Infos:

 

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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RSSKommentare (3)

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  1. bernie sagt:

    Man möchte gar nicht wissen welche Seiten, obwohl man vermutet dass sie von Tonga aus betrieben werden, noch von Deutschland aus betrieben werden.
    Man möchte auch gar nicht wissen wo die guten Einnahmen herkamen und wer hier wem was bezahlt hat?!
    Aber schon ein merkwürdiger Zufall, dass genau in Leipzig ein Unternehmen seinen Sitz hat, welches für einen der grössten Abmahner aus Müchen tätig ist. Merkwürdig auch, dass dieser Abmahner überwiegend auch Filme abmahnt! Es wäre erfreulich wenn noch mehr Insider auspacken würden. „Was Menschen für Geld nicht alles Tun!“

  2. thomas l sagt:

    Danke dafür das sich jemand für leute wie uns, die es sich nicht leisten können original dvd,s von kinofilmen zu kaufen, einsetzt .
    Wir können uns nicht selbst helfen weil wir durch gesetze davon abgehalten werden für gute arbeit auch gutes geld zu bekommen , ich z.b. bin zimmermann und bekomme 8,5 € std. der tariflohn für zimmerer liegt bei 15,00€ das sagt doch wohl alles.
    Davon soll ich eine familie ernähren und dann noch auf urheberrechtsverletzungen verzichten (kann ich gar nicht ich will auch die neuen filme sehen)dann sollen sie mich doch einsperren oder dafür sorgen das ich insolvent werde.
    mit freundlichen grüssen thomas

  3. Artemis sagt:

    Deutsches Recht = ein Witz!!! Fakt ist das einzige Recht das hier immer und immer wieder gewahrt wird ist der Wert des Geldes!!! Links egal worauf sie verweisen sind keine urheberrechtsgeschützte Inhalte,naja in Deutschland wird halt wieder mal das Recht so gedreht das man Linkseiten einfach grundlos ausser Betriebnehmen kann. Fakt ist wer hier in der Veratnwortung steht sind die Filehoster und die Uploader und nicht Kino.to!!! Meiner Meinung nach will sich hier eine Justizinstitution medienträchtig profilieren und macht es sich leicht! Einfach auf den Erstbesten draufhauen und auch noch „Verräter“ unterstützen. Fakt ist der Singvogel gehört sich genauso gestraft wenn nicht sogar mehr. Geht nur alle RTL gucken,bezahlt noch dafür und lasst euch weiter für dumm verkaufen. Deutschland ist so ein Affenland. Wird Zeit das ich hier wegkomm

    P.S: Ich unterstütze kein Filesharing oder derartiges,aber Recht muss Recht bleiben auch für die die es wahren und hier wurde eine Grenze weit überschritten!!!

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