Abmahnkanzleien

Digiprotect fordert über Inkassobüro acoreus collection Services Filesharer zur Zahlung auf (bisher U + C)

Digiprotect fordert bereits seit einigen Jahren über Media Inkasso mutmaßliche Filesharer zur Entrichtung von Zahlungen auf. Neuerdings bedient sich Digiprotect hierzu auch des Inkassobüros acoreus collection Services.

Seit einigen Wochen erhalten wir jetzt auch Schreiben von Acoreus Collection Services GmbH Inkasso. Geltend gemacht wird eine Hauptforderung in Höhe von 1.335,36 €, die als „Haupt- und Nebenforderungen“ bezeichnet wird und nicht näher auf der Rückseite aufgeschlüsselt wird. Es handelt sich bei der Hauptforderung vermutlich um eine Pauschale für Rechtsanwalts- und Lizenzkosten, die zuvor über die Abmahnkanzlei U+C (Urmann & Collegen) geltend gemacht worden ist.

Wieso durch die abermalige Aufforderung durch ein Inkassobüro nun weitere (Inkasso-)Forderungen entstehen sollen, ist nicht ersichtlich. Ohnehin sind die Abmahnungen, die Digiprotect in Auftrag gibt, bereits durch etliche Berichterstattungen kritisch hinterfragt worden (Gulli, Telepolis, RA Stadler, Piratenpartei). Es bleibt also auch hier abzuwarten, ob die Inkassoforderung tatsächlich gerichtlich geltend gemacht wird. Die Zurhilfenahme eines Inkassobüros ähnelt dem Vorgehen der Kanzlei Schutt & Waetke, welche Filesharing-Forderungen an das Inkassobüro Infoscore bzw. an die Rechtsanwälte Haas und Kollegen weiterleitet.

Nachdem die Regensburger Kanzlei U+C Forderungen ihrer Mandanten aus Filesharing Abmahnungen in Höhe von 90 Millionen Euro verkauft hat ist zu befürchten, dass mutmaßliche Filesharer in verstärktem Maße von Inkassounternehmen angeschrieben werden.

Weitere Informationen und Hilfe zu Abmahnungen von DigiProtect finden Sie hier:
DigiProtect.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

Gefällt Ihnen der Artikel? Bewerten Sie ihn jetzt:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)

RSSKommentare (11)

Kommentar schreiben | Trackback URL

  1. gerd mannhardt sagt:

    Die Gesetze sind nicht für die Burger gemacht ,sondern für
    die Anwälte .
    Da in den Regierungen viele Anwälte sitzen ,ist es kein Wunder ,daß mit dem Abzockseiten legal Straftaten begangen werden .
    Ich sehe Abzocke als Straftat an .Ich bin selber einmal von Olaf Tank unter Druck gesetzt worden .Eine Strafanzeige hat nichts gebracht und ich würde mich nicht wundern wenn einmal ein Opfer gewalttätig werden würde .
    gm

  2. Poppokopp sagt:

    …um solche Machenschaften zu unterbinden und die Übeltäter hintger schloss und Riegel zu bringen, bedarf es Entscheidungenb der Poltik, um die notwendig Grundlage zu schaffen. Doch hier tut sich NICHTS!!! Dazu gehört noch nicht einmal etwas MUT – was den meisten sowieso fehlt, sondern , Kompetenz und Entscheidungsfreudigkeit!! Welcher Politiker hat das denn noch ??????? Es ist ein Trauerspiel!!

    • hallo, da ich auch in die Falle gegangen bin, wede ich die Verbraucherschutzministerin wegen Beihilfe zum vorsätzlichen betrug anzeigen. ggf. den generalbundesanwalt auch noch. denn 1. ist es eine Täuschung mit Betrugsabsicht, eine Verbindung, Einloggen damit zu begründen das man ein Quiz als Abo mit Preisvergleichen begründet und 2. könnten alle beteiligte mal nach Gewinnern der angeblichen Preise fragen, wetten das es da keine gibt? also ist der angebliche vertragsbestandteil hinfällig!. Den Anwälten müsste man mal paar vernünftige Jungs schicken, denn in der Bananenrepublik und zunehmend EU ist die organisierte Internet Kriminalität normal, denn Politiker und Juristen haben ein problem mit der Beihilfe zum vorsätzlichen Betrug. 2002 habe ich EU Abgeordnete mal mit dem StgB in Verbindung gebracht, nur unsere korupten medien bringen so was ja nicht, da mussten 4 Strafe zahlen! .

    • heinz weißer sagt:

      was sind denn unsere politiker für mistkerle.
      wenn sie für sich ausgesorgt haben,treten sie zurrück.
      der bürger intressiert sie gar nicht. alles verbrecher in meinen augen.

  3. M.Burat sagt:

    … aber das ist noch nicht alles !
    Ich habe aus eigener Erfahrung und bei Beobachtungen ähnlicher Termine festgestellt, dass diese „Verfahren“ bewusst bei ganz speziellen Richtern platziert werden, die das Verfahren -ohne Rücksicht auf das gegenteilige Vorbringen und trotz Vorlage von schriftlichen Beweisen – unter Missbrauch „richterlicher Unabhängigkeit“ im Sinne der Abzocker zu Ende bringen. Zumindest wenn man ohne Anwalt ist und sich eine Berufung nicht leisten kann.
    Aber auch im Falle der Berufung – was kann den „Auftrags-“ Richtern schon passieren !!!

    • Hallo, Richter die Rechtsradikalismus im namen des Volkes legalisiren, wobei sie unweigerlich Straftaten nach § 125 bis 133 STGB damit absichtlich ermöglichen, was sind wir für ein RECHTSSTAAT; Rechts ja , nur mit recht im Sinn des rechts hat das nichts zu tun! Solange das Arbeitsministerium strafbare Handlungen solage ARBEIT damit verbunden ist legalisiert ist hier alles möglich. Denn bereist 2001 durften CALCENTER keine Privatpersonen anrufen – egal ob Geschäft oder nicht Geschäft, selbst nur zu einer Befragung hätten die Personen angeschrieben werden müssen, das sie einwilligen angerufen zu werden, alles andere ist vom Gesetz Strafbar! Aber egal hauptsache 1,00 € Jobs – die Bürger in Deutschland lassen sich ja alles gefallen, auch das ein Wolff 200000 € für unfähigkeit bekommt. Grüße

  4. Ich habe wie vor 2 Jahren schon wieder die Zeitschrift Supermaxx Magazin zugesandt bekommen. Nun sind mal wieder diese Kosten von Einschreiben oder gebührenpflichtiges telefonieren, oder kostenpflichtiger Rechtsanwalt nötig. In unserem Staat ist es wirklich noch möglich ganz offiziel die Kunden zu betrügen. Da ich seit über 26 Jahren krank bin und auch noch zu 90% Schwerbehindert bin. Habe ich wirklich nicht so viel Geld und die Möglichkeit irgendwo hinzukommen für eine Zeitschrift dessen Inhalt ich nichts mehr anfangen kann. Über Internet hat die Stornierung nicht funktioniert. Andresse ungültig….
    Nun muß ich abwarten, bis das erste mal wieder dieses Inkasso Unternehmen mich anmahnt. Ich bin ja behindert und habe eine geringe Rente da kann ich mal im Monat 14,90 Euro raushauen.

    • Gustav Lampe sagt:

      Lieber Peter Pfister,

      Du musst doch selbst wissen ob Du etwas bestellt hast. Und wenn Du es nicht bestellt hast, dann kannst Du dich ganz beruhigt zurücklehnen und denen eine eMail schreiben dass Du die Zeitschrift bekommen hast und sie zur Abholung hier bereits legst, andernfalls diese innerhalb 14 Tagen vernichtet wird wenn sie nicht abgeholt wurde.

      DIE müssen doch nachweisen dass ein Vertragsverhältnis exisitert, nicht Du musst nachweisen dass Keines exisitiert.

      Wie kommt ein Vertrag zu Stande? Google mal.

      Gruss

  5. lussy16 sagt:

    heute habe ich eine Mahnung bekommen,ich soll über 700.-Euro
    an flirt-fever bezahlen-es ist eine schweinerei,habe wohl im jahr 2010 mal rein geschaut,aber mich nicht dort angemeldet!
    heute bekomme ich eine Mahnung.

  6. sobieski sagt:

    Sofort löschen, in der zip datei ist kein Rechnung. Drin ist ein MS-Dos anwendung. Original Name „ma Palle.exe“. Es ist ein VIRUS. Ignorieren und löschen, auf kein Fall aufmachen.

    • hans-peter sagt:

      diese „flirt fever“ Mahnung über 470,- habe ich auch erhalten,und wollte ahnungslos auf dem Anhang nachlesen um zu protestieren,und in dem Moment hatte ich einen Trojaner mit unreparablen Folgen auf meiner Festplatte.Alle Funktionen und Speicherungen waren blockiert,da half auch nicht die Trojanerbeseitigung,ich habe eine neue Festplatte install. lassen,und den PC ganz neu wieder aufbauen müssen.

Kommentar schreiben

Mit dem Absenden des Kommentars erklären Sie sich mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden.

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

E-Mail-Adresse eingeben und immer auf dem Laufenden bleiben:
×