Abmahnung Filesharing

Abmahnwelle nach Schließung von Megaupload? – Meldung von Bild.de verunsichert Nutzer

Eine heutige Meldung auf der Plattform Bild.de dürfte viele ehemalige Nutzer der kürzlich gesperrten Filehosting-Plattform Megaupload schockiert haben. Denn Bild.de berichtet aktuell von einer Abmahnwelle nach der Verhaftung des Mega-Upload-Gründers Kim Schmitz. Doch die Abmahnungen, von denen dort die Rede ist, beziehen sich offenbar auf P2P-Tauschbörsen und stehen mit dem Nutzen von Megaupload in keinem unmittelbaren Zusammenhang.

Seit 2007 werden nun schon zahlreiche Anschlussinhaber in Deutschland wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen in Tauschbörsen abgemahnt, die Zahl der abmahnenden Kanzleien in diesem Bereich ist seither auf über 30 gestiegen.

Diese seit 2007 konstant steigende Abmahnwelle bezieht sich auf die Nutzung so genannter P2P-Tauschbörsen, Tauschprogramme, die auf heimischen Rechnern installiert werden können. Auch in diesen Tagen erreichen uns täglich bis zu 150 Anrufe von abgemahnten Anschlussinhabern in diesem Bereich. Einen besonderen Anstieg dieser Abmahnungen seit der Schließung von Megaupload können wir jedoch nicht bestätigen. Vor allem beziehen sich diese Abmahnungen nicht auf Uploads oder Downloads von Megaupload.

Mit diesen Filesharing-Abmahnungn, von denen Bild.de offenbar berichtet, ist zwar nicht zu spaßen, mit Megaupload stehen sie jedoch in keinem Zusammenhang, insofern können verunsicherte Megaupload-Nutzer vorerst aufatmen.

Ob auch die Nutzer von Megaupload in Zukunft allerdings Abmahnungen zu befürchten haben, bleibt ungewiss. Diejenigen Nutzer, die ausschließlich Downloads getätigt haben, ohne dort ein Konto zu besitzen, dürften nichts zu befürchten haben, denn ihre IP-Adressen dürften jeweils nach 7-10 Tagen nicht mehr zurückzuverfolgen sein.

Riskanter könnte es für Uploader oder für die Inhaber eines Premium-Accounts werden, deren Identität oder Download-Verhalten auch länger zurückverfolgt werden könnten.

Wir vertreten hier zahlreiche Mandanten, die befürchten, in Zukunft zahlreiche Abmahnungen wegen Up- oder Downloads auf Megaupload zu erhalten. Wenn auch Sie sich gerne über die Möglichkeiten unseres Vorgehens interessieren, rufen Sie uns gerne auf unserer Hotline an.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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RSSKommentare (3)

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  1. leone sagt:

    ihr seit die besten sehr gute news

  2. Michael Heyl sagt:

    Guten Tag,

    folgende Frage zur Verfolgung von Nutzern mit Premium-Account, die also mit ihren realen Adress/Kontodaten bei mega-upload geloggt wurden.

    Wie will man nachweisen, welche Leute welchen file (Programm, Film, Musiktitel) rauf- oder runtergeladen haben, denn:

    1.) wer sagt, dass die log-Dateien nicht von den Betreibern der Seite (aus welchen Gründen auch immer) gefaked wurden?

    2.) wie will man beweisen, dass es sich z.B. bei einem rauf- oder runtergeladenen Film mit dem Titel XYZ auch tatsächlich um den Film XYZ handelt. Name ist bekanntlich Schall und Rauch. Und selbst wenn in den logs irgendwelche hashwerte stehen würden, ist immer noch fraglich, wo diese denn herkommen, siehe wieder Punkt 1.

    Log-Dateien können doch im Sekundentakt manipuliert werden, genauso wie sich das Aussehen von Abzockerseiten minütlich ändern kann.

    Finale Frage also: Welche Beweiskraft haben Log-files, die vor Ihrer Auswertung durch die Strafbehörden einer beliebigen Manipulation durch den Betreiber ausgesetzt gewesen sein könnten?

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