Abmahnung Filesharing

Abmahnradar: Stefan Auffenberg mahnt im Auftrag von Purzel-Video ab

Haben Sie auch eine Abmahnung von dem Rechtsanwalt Stefan Auffenberg erhalten und wissen nicht, wie Sie richtig darauf reagieren sollen?In einer mehrteiligen Serie beleuchtet Rechtsanwalt Christian Solmecke von der Kanzlei Wilde & Beuger unter dem Motto „Abmahnradar: Welche Kanzleien mahnen ab?“ die Vorgehensweise der Abmahnkanzleien und bietet eine erste Hilfestellung, wie man auf eine solche Abmahnung richtig reagiert.

Abmahnung von Stefan Auffenberg erhalten?

Der in Dortmund ansässige Rechtsanwalt Stefan Auffenberg mahnt u.a. für die Firma Purzel-Video GmbH deutschlandweit Filesharer ab, die Urheberrechte an zumeist pornografischen Filmen verletzt haben sollen.

Mithilfe einer Antipiracy-Firma wurden Tauschbörsen auf Rechtsverletzungen an Urheberrechten der Mandantin durchsucht und zur zivilrechtlichen Verfolgung an den Rechtsanwalt Stefan Auffenberg weitergeleitet:

„Das von meiner Mandantin beauftragte Antipiracy-Unternehmen konnte beweissicher und gerichtsverwertbar dokumentieren, dass Sie in dem P2P-Netzwerk „BitTorrent“ eine Urheberrechtsverletzung an dem Werk meiner Mandantin begangen haben. Folgende Daten wurden in Ihrem Fall festgestellt und festgehalten:

raubkopierter Film: Ich bin jung und brauche das Geld Nr. 61

p2p-Netzwerk: BitTorrent…“ �

Abgabe der Unterlassungserklärung

In den Abmahnschreiben werden die Abgemahnten aufgefordert eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abzugeben und die Datei zu löschen.

Schadensersatz und Anwaltskosten

Der durch den Filesharing-Vorgang entstandene Schaden wird in den Abmahnschreiben nicht genau beziffert. Vielmehr wird ein „symbolischer“ Schadensersatz in Höhe von 495,00� € geltend gemacht. Die durch die Abmahnung angefallenen und vom Abgemahnten zu tragenden Anwaltsgebühren werden vom Anwalt mit 112,00 € angesetzt.

Vergleichsangebot

Damit die Angelegenheit schnell erledigt werden kann, wird dem Abgemahnten ein Vergleichsangebot unterbreitet. Dieses sieht wie folgt aus:

„Meine Mandantin ist bereit, die Angelegenheit außergerichtlich beizulegen, wenn Sie

1. Schadensersatz für die Verbreitung des Titels Ich bin jung uns brauche das Geld Nr. 61 ohne Abschluss eines Lizenzvertrages an meine Mandantin in der symbolischen Höhe von 495,00 Euro zahlen,

2. die beigefügte Unterlassungserklärung abgeben,

3. die Kosten meiner Inanspruchnahme und die Kosten für die Ermittlung Ihrer Daten zu einem reduzierten Satz von 112,00 Euro tragen.“

Wie soll ich auf die Abmahnung von Stefan Auffenberg reagieren?

Auf keinem Fall dürfen Sie den Kopf in den Sand stecken und gar nicht auf die Abmahnung reagieren!

Grundsätzlich sollte der Abgemahnte zunächst seiner Pflicht zur Abgabe einer Unterlassungserklärung nachkommen. Jedoch wird dringend davon abgeraten die von der Abmahnkanzlei vorgefertigte Unterlassungserklärung abzugeben.

Zum einen werden durch die uneingeschränkte Abgabe der Unterlassungserklärung auch die Kosten der Gegenseite anerkannt und müssen übernommen werden. Zum anderen ist die festgelegte Vertragsstrafe in den meisten Fällen zu hoch. Außerdem beinhaltet das Erklärungsformular häufig ein Schuldanerkenntnis, welches bei eventuellen späteren Rechtsstreitigkeiten als Beweismittel gegen den Erklärenden verwandt werden kann. Darüber hinaus unterliegt eine solche Unterlassungserklärung der Regelverjährungszeit von dreißig Jahren und bindet den Betroffenen viel zu lange, selbst bei etwaiger Änderung der Gesetzeslage oder Rechtsprechung.

Dringend zu empfehlen ist daher die fristgerechte Abgabe einer modifizierten Unterlassungserklärung, die dem Unterlassungsanspruch einerseits Rechnung trägt, andererseits nicht mehr erklärt als gefordert werden kann. Solche veränderten Unterlassungserklärungen werden von im Internet- und Urheberrecht spezialisierten Rechtsanwälten formuliert.

Darüber hinaus sollten auch vorbeugende Unterlassungserklärungen abgegeben werden. Denn häufig bezieht sich die Abmahnung nur auf den Download einer einzigen Datei. Oft sind sich die Inhaber des Internet-Anschlusses aber gar nicht sicher, ob sie oder ein anderer noch weitere Dateien heruntergeladen haben. Es kommt daher vor, dass Betroffene, die auf die erste Abmahnung eingegangen sind und den gesamten Betrag gezahlt haben, in kurzer Zeit noch weitere Abmahnungen vom selben Gegner und der selben Kanzlei erhalten, in manchen Fällen sogar bis zu 15 Abmahnungen. Dies gilt es durch vorbeugende Unterlassungserklärungen zu verhindern. Eine auf Abmahnungen im IT-Bereich spezialisierte Kanzlei wird daher vorsorglich solche Erklärungen an alle Kanzleien senden, die momentan wegen der begangenen Verletzungen abmahnen.

Aktuelle Abmahnvorgänge der Kanzlei Stefan Auffenberg � für folgende Abmahner:

1.� � � 3L Licensing GmbH & Co. KG, Schleefstr. 3, 44287 Dortmund

2.� � � e-m-s new media AG, Schleefstr. 3, 44287 Dortmund

3.� � � Purzel Video GmbH, Industriestr. 69 a, 98669 Veilsdorf

Weitere Informationen zum Thema „Filesharing“ finden Sie hier.

Sollten Sie eine Abmahnung von Stefan Auffenberg erhalten haben, steht Ihnen die hierauf spezialisierte Kanzlei Wilde & Beuger kompetent zur Seite. Gerne beraten wir Sie diskret und unverbindlich an unserer Filesharing-Hotline unter der Telefonnummer 0221 / 951 563 0 (Beratung bundesweit) oder Sie nutzen unseren Chat (am linken Rand).

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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