Alle Artikel mit dem Tag "ZDF"
Sport-Events 2012: ARD und ZDF erwarten mehr Werbeeinnahmen
Für 2012 hat die ARD ihre Werbepreise um 0,8% auf allen Programmschienen angehoben. Bereits im letzten Jahr legte man dabei den Vermarktungsfokus auf die großen Sport-Events wie die Fußball-EM und die Olympischen Spiele.
ARD und ZDF rechnen aufgrund dieser Großereignisse mit zwölf Prozent mehr Netto-Werbeumsatz, so eine Meldung des Branchendienst Werben & Verkaufen.
Die ARD erwartet 2012 ein Netto-Werbeumsatz von 161 Millionen Euro, das ZDF von rund 125 Millionen Euro, so die erwarteten Zahlen der Sender im aktuellen KEF-Bericht. Gerade die großen Sportereignisse bringen erfahrungsgemäß ein Plus im Werbegeschäft. Die Übertragungsrechte der Olympischen Sommerspiele in London und der Fußball-EM in Polen und der Ukraine haben sich ARD und ZDF geschätzte 220 Millionen Euro kosten lassen, so der Bericht von w&v.
GEZ-Nullrunde: ZDF will unrentable Programme identifizieren
Die Kommission für die Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) hat an ihrem Entschluss, in der nächsten Gebührenperiode die Rundfunkabgabe nicht zu erhöhen, festgehalten, auch wenn den Sendern dadurch eine Finanzierungslücke entstehen werde. Diese könnte durch eine Anhebung der Rundfunkabgabe von 18,35 Cent ausgeglichen werden. Allerdings sei durch die ab 2013 geltende Haushaltspauschale eine verlässliche Ertragsplanung nicht möglich, so die KEF. Von daher werde bis mindestens Ende 2014 der Beitrag bei den momentanen 17,98 Euro belassen werden.
Nach Angaben des “Focus” werde diese Entscheidung nach Ansicht von ZDF-Intendant Markus Schächter Auswirkungen auf das Programm des Senders haben. So sei das Unternehmen aufgefordert, Projekte zu “identifizieren”, welche “zur Disposition gestellt werden müssen”. Auch die Redaktionen sollen dabei unterstützend zur Seite stehen.
GEZ-Reform: ARD weist Behauptung der Bild-Zeitung zurück
SWR-Justitiar Dr. Hermann Eicher hat die Behauptung der Bild-Zeitung, dass mit der kommenden Haushaltsabgabe der Rundfunkgebühren den öffentlich-rechtlichen Sendern mehrere Milliarden Euro zusätzlich zur Verfügung stehen würden, zurückgewiesen.
Dies sei aus Sicht der Rundfunkanstalten absolut falsch und grob irreführend, so eine Meldung der ARD. Entgegen der Behauptung der Bild sei diese Feststellung auch nicht aus dem 18. Bericht der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) zu entnehmen
Nach Aussage von Eicher unterschlage die Bild in ihrem Bericht, “dass der neue Rundfunkbeitrag eine Vielzahl von Bürgerinnen und Bürgern (z. B. 1,5 Millionen Wohnungen, in denen bisher Mehrfachgebührenpflichten anfielen) und von Institutionen (z. B. Hochschulen, gemeinnützige Vereine, Polizei, Feuerwehr, Zivil- und Katastrophenschutz) entlasten wird”, so die Meldung weiter. Mit dem neuen Rundfunkbeitrag erwarten die Sendeanstalten in der Gesamtbilanz eine aufkommensneutrale Entwicklung.
Trotz Finanzierungslücke fordert KEF stabilen GEZ-Beitrag
Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) hält an ihrem Vorschlag, die Rundfunkgebühr für die nächste Gebührenperiode (bzw. mindestens bis Ende 2014) bei 17,98 Euro zu belassen, weiterhin fest – und das, obwohl eine Lücke von 304,1 Millionen Euro, die mit einer Anhebung des Rundfunkbeitrags von 18,35 Cent ausgeglichen werden könnte, festgestellt wurde. Dies geht aus dem 18. Bericht der KEF hervor.
“Angesichts des geringen Betrages geht die Kommission davon aus, dass die Anstalten auch mit einem Rundfunkbeitrag von 17,98 Euro ihren Aufgaben gerecht werden können”, heißt es in dem Bericht der KEF.
Die Forderung der KEF, die Gebührenbeitrag nicht zu erhöhen, hängt mit der für 2013 geplanten GEZ-Reform, der sogenannten Haushaltsabgabe, zusammen. Man könne keine Anhebung des Rundfunkbeitrags empfehlen, “da wegen der Unsicherheiten infolge der Umstellung des Finanzierungssystems eine verlässliche Ertragsplanung nicht möglich ist”, so die KEF weiter. Eine Überprüfung der Plan-Ist-Abweichungen der GEZ-Beiträge soll im 19. Bericht erfolgen.
Für den Planungszeitraum 2013-2016 habe die ARD einen ungedeckten Finanzbedarf von 197,3 Mio Euro, dem ZDF fehlen 60,1 Mio Euro und Deutschlandradio muss eine Lücke von 46,7 Mio schließen. Für Arte ergibt sich ein Fehlbetrag von 6,7 Mio Euro, der je zur Hälfte dem Finanzbedarf von ARD und ZDF zugeschlagen wird. Dies entspricht der Finanzierungslücke von 304,1 Mio Euro. Bei einer Beitragserhöhung von 18,35 Cent würden 11,90 Cent auf die ARD, 3,63 Cent auf das ZDF und 2,82 Cent auf das Deutschlandradio entfallen. Die Sender selbst hatten für die nächste Gebührenperiode einen Finanzbedarf von 1,4 Mrd Euro angemeldet.
ARD-Vorsitzende Piel sagte dazu: “Angesichts der bevorstehenden Umstellung von der geräteabhängigen Gebühr hin zum geräteunabhängigen Beitrag werden mit der stabilen Beitragshöhe gute Bedingungen für eine möglichst breite Akzeptanz des neuen Modells geschaffen. Der neue Rundfunkbeitrag stellt die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auf eine zeitgemäße Grundlage. Denn ab Januar 2013 gilt im Grundsatz für alle Bürgerinnen und Bürger: Eine Wohnung, ein Beitrag.”
Der Verband Privater Rundfunk und Telemedien begrüßte den Vorschlag der KEF: “Entgegen der eigenen Wahrnehmung haben also nicht ARD und ZDF selbst, sondern die KEF hat Sorge dafür getragen, dass der Rundfunkbeitrag für mindestens zwei Jahre stabil bleiben wird. Der jetzt vorgelegte Bericht liest sich mit Blick auf die von der KEF geäußerten Einsparerwartungen insbesondere beim Personal, aber auch bei Programmaufwand und -verbreitung wie eine schallende Ohrfeige.”
ARD-Teletext ist Marktführer 2011
In Zeiten von mobilem Internet, Smartphones und Smart-TV haftet dem Teletext etwas schon fast Anachronistisches an. Dennoch: Laut den Daten der GfK-Fernsehforschung konnte der Teletext der ARD 2011 seinen Marktanteil von 18,6% (2010) auf 19,3% steigern. Somit ist das Teletextangebot des Ersten das vierte Jahr in Folge Marktführer. Mit 14,9% Marktanteil ist das ZDF auf dem zweiten Platz, gefolgt von RTL, dessen Teletext von 13,5% aufgerufen wird. Der ARD-Text wird täglich von ca. 5,3 Millionen Zuschauern genutzt, so die Meldung der ARD. Weiterlesen
RTL fordert Aufgabe der öffentlich-rechtlichen Digitalkanäle
Erst Ende 2011 hatte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) vorgeschlagen, mehrere Digitalkanäle von ARD und ZDF einzustellen. So sagte er gegenüber dem Fachmagazin “Promedia”, er sehe z. B. “keine Notwendigkeit, neben den hervorragenden Kultursendern Arte und 3sat zwei weitere öffentlich-rechtliche Kulturkanäle anzubieten.” 
Nun ist auch der Privatsender RTL in die Kritik eingestiegen und  fordert die Aufgabe von Sendern wie ZDF Neo, Eins Extra oder Einsfestival. Tobias Schmid, Medienpolitik-Chef der RTL-Sendergruppe (RTL, Vox, Super RTL, N-TV) sagte gegenüber dem Handelsblatt: “Die Einstellung der vier Digitalkanäle von ARD und ZDF ist überfällig. Denn die Sender finden seit Jahren keine Akzeptanz. Sie erreichen nur eine Zuschauerquote zwischen null und 0,1 Prozent.”
Schmids Kritikansatz hat allerdings einen deutlich anderen Schwerpunkt als der von Beck: “ARD und ZDF versenden in ihren Digitalkanälen Inhalte vor allem, um sie danach im Netz nutzen zu dürfen. Das ist ebenso absurd wie durchsichtig”, sagte Schmid dem Handelsblatt.
ARD und ZDF dürfen gemäß Rundfunkstaatsvertrag nur bereits gesendete Beträge ins Netz stellen. Die öffentlich-rechtlichen Sender verteidigen ihre Digitalkanäle mit ihrem Auftrag zur Programmvielfalt sowie der Verjüngung ihrer Zuschauer. Dazu sagte Schmid gegenüber dem Handelsblatt: “Es gibt in Summe keinen Zuwachs von jungem Publikum. Das ist empirisch anhand von ZDF und ZDF Neo nachweisbar.”
Bei der Jahresauswertung der Marktanteile 2011 hatte die ARD bei der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen durchschnittlich nur 6,6% Marktanteil (-0,7% gegenüber 2010), das ZDF verzeichnete in dieser Kategorie einen Marktanteilrückgang von 0,5% auf 6,2%. RTL konnte 2011 mit durchschnittlich 18,4% Marktanteil bei den Werberelevanten sogar noch 0,3 Prozentpunkte zulegen.
Zudem kritisierte Schmid gegenüber dem Handelsblatt die mangelnde Aufsicht der Digitalkanäle: “Wir fordern eine effektive Kontrolle der Digitalkanäle und ihrer Finanzen, die bislang von den Rundfunkräten kaum erfüllt werden kann”, so Schmid. Und weiter sagte er: “Die Politik weiß, dass die Kanäle seit Jahren keine Akzeptanz finden, und es liegt allein bei ihr, die Konsequenz daraus zu ziehen.”
DJV und Privatsender kritisieren Wulff-Interview
Eigentlich sollte das Interview von Bundespräsident Christian Wulff alle Fragen und Vorwürfe aus dem Weg räumen, doch das gesetzte Ziel wurde verfehlt. Neben der nun entfachten Debatte, ob Wulff, wie er im Interview sagte, mit seinem Anruf bei Bild-Chefredakteur Kai Diekmann die geplante Veröffentlichung des Artikels lediglich verschieben, oder wie die Bild sagt, verhindern wollte, steht Wulff nun auch in der Kritik aufgrund der Art des Interviews.
Der Deutsche Journalisten-Verband kritisiert in einem Statement, dass sich Wulff nur den Fragen von ARD und ZDF stellen wollte. “Von der Einflussnahme Wulffs auf die Berichterstattung war nach jetzigem Kenntnisstand ausschließlich die Tagespresse betroffen”, sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. “Der Präsident sollte sich den Fragen aller Journalistinnen und Journalisten der Hauptstadtmedien stellen.” Nur so könne er glaubhaft den Dissens zwischen seinen öffentlichen Bekenntnissen zur Pressefreiheit und seinen Interventionen gegen unliebsame Berichterstattung aufklären, heißt es dort weiter.
Kritik der Privatsender
Auch die Chefredakteure der Privatsender üben Kritik an dem Exklusiv-Interview mit den Öffentlich-Rechtlichen. Bild.de hat das Schreiben von Peter Limbourg (ProSiebenSat1 TV), Peter Kloeppel (RTL Television), Volker Wasmuth (n-tv ), Ronald Warin (N24) an Bundespräsidenten Wulff im Wortlaut veröffentlicht. Darin heißt es:
„Sehr geehrter Herr Bundespräsident,
mit großer Verwunderung haben wir vernommen, dass Sie heute Nachmittag ausschließlich den Fernsehsendern ARD und ZDF ein persönliches Interview zu den aktuellen Vorwürfen gegen ihre Person geben möchten.
Gegen diese Ungleichbehandlung legen wir, die ProSiebenSat1 TV Deutschland, die Mediengruppe RTL Deutschland mit RTL und ntv sowie N24 offiziell Proteste ein. Die Grundlagen des dualen Fernsehsystems verpflichten auch private Rundfunkstationen zu einer umfassenden politischen Berichterstattung. Diesem Informationsauftrag können wir durch Ihre heutige Entscheidung nicht gerecht werden.
Ihr Interview wird von der Bevölkerung sicher mit größtem Interesse verfolgt werden. Die Hälfte der Zuschauer dabei nicht zu berücksichtigen, ist nicht nachvollziehbar.
Es führt im Übrigen auch zu einer nicht hinzunehmenden Wettbewerbsbenachteiligung, wenn in einer so wichtigen Angelegenheit das private Fernsehen völlig außen vor bleibt. Wir appellieren an Sie, Ihre Entscheidung zu korrigieren und auch uns als private TV-Sender angemessen zu beteiligen.“
Mit freundlichen Grüßen
Peter Limbourg (Informationsdirektor ProSiebenSat1 TV), Peter Kloeppel (Chefredakteur RTL Television), Volker Wasmuth (Chefredakteur n-tv ), Ronald Warin (Chefredakteur N24)
Auch BDVZ kritisiert Interview-WahlÂ
Nach Angaben von Bild.de zeigte sich auch Hans Joachim Fuhrmann, Sprecher des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), verwundert darüber, dass Wulff bei einer Affäre mit der Presse den Weg über die öffentlich-rechtlichen Sender gewählt habe. Da Wulff keine Pressekonferenz gegeben habe, hätten nach Ansicht der BDVZ Zeitungsvertreter mit am Tisch sitzen müssen, so die Angaben von Bild.de.
Streit um Tagesschau-App: Einigung möglich
Neues Jahr, neue Zuversicht: Es scheint, als könne der Streit um die Tagesschau-App nun doch außergerichtlich beigelegt werden. Nach Angaben des Medienmagazins “Journalist” planen Verleger und ARD ein befristetes “Agreement of Understanding”, das zwar keine vertragliche Verbindlichkeit beinhaltet, mit dem aber die Praxistauglichkeit konkreter Absprachen getestet werden soll. Dazu könnte ein Umbau der App gehören, bspw. durch Entschlackung der Textelemente und einer größeren Gewichtung des Video- und Audioangebots. Eine komplette Beschränkung des Textanteils auf Sendemanuskripte und Bildunterschriften, wie bisweilen von Verlegerseite gefordert, sei für die ARD aber weiterhin zu wenig, so der “Journalist”.
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TV-Jahresmarktanteile 2011: RTL vorn, Verluste für ARD/ZDF
Mit dem Viertelfinalspiel Deutschland gegen Japan bei der Frauenfußball WM 2011 hatte das ZDF die meistgesehene Sendung 2011 im Programm. Mit einem Marktanteil von 59,2% und durchschnittlich 17,01 Millionen Zuschauer ab drei Jahren führt das Sportereignis die von media control ermittelten Top 100 TV-Jahrescharts an. Doch trotz des Quotensiegers sieht die Jahresbilanz der Öffentlich-Rechtlichen eher bescheiden aus, ARD und ZDF verzeichneten 2011 beide Marktanteilsverluste.
Im Vergleich zum Vorjahr verlor das Erste beim Gesamtpublikum 0,8% und landete mit einem Marktanteil von 12,4% auf dem zweiten Platz. Das ZDF kommt auf 12,1% Marktanteil (ein Verlust von 0,6 Prozentpunkten) und belegt somit den dritten Platz der Jahresauswertung. Bei der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen kommt die ARD nur auf einen Jahresschnitt von 6,6% Marktanteil (-0,7%), das ZDF verzeichnet in dieser Kategorie einen Marktanteilrückgang von 0,5% auf 6,2%.
Deutlicher Gewinner ist RTL. Der Sender konnte im Gegensatz zu 2010 mit einem Gesamtmarktanteil von 14,1% (+0,5%) und 18,4% (+0,3%) 2011 bei den Werberelevanten sogar noch zulegen. Somit liegt der Kölner Sender knapp 7% vor seinem Konkurrenten Pro Sieben. Bei den 14- bis 49-Jährigen verfehlte Pro Sieben die angestrebten 12% und kommt mit einem Plus von 0,1% auf 11,7% Marktanteil. Beim Gesamtpublikum ist der Marktanteil um 0,1% auf 6,2% gesunken – der schlechteste Wert seit 1991.
Sat.1 hingegen konnte 2011 beim Gesamtpublikum leicht zulegen und erreicht durchschnittlich 10,2%, in der jungen Zielgruppe bleibt der Sender mit 10,6% hinter den Vorjahreswerten zurück.
Auch Vox, Kabel Eins und RTL 2 büßten 2011 Marktanteile ein. Vox erreichte bei der werberelevanten Zielgruppe 7,3% Marktanteil (-0,4%), Kabel Eins mit einem leichten Minus von 0,1% noch 6,1% und RTL 2 5,6% (-0,4 Prozentpunkte). Beim Gesamtpublikum kommen die Sender auf 5,6% (Vox), 4% (Kabel Eins) und 3,6% (RTL 2).
ZDF-Personalabbau: Freie wohl am meisten betroffen
Erst Mitte des Monats wurde bekannt, dass das ZDF jahrelang Sparauflagen der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten missachtete und einen Stellenabbau zwar zugesagt, jedoch weitere Stellen geschaffen habe. Weiterlesen









