Reiserecht

AG Stuttgart: Kunde muss für falsch gebuchte Reise zahlen

Ein Kunde sollte beim Buchen einer Reise darauf achten, dass diese auch richtig aufgenommen wird. Dies ergibt sich aus einem Urteil des Amtsgerichtes Stuttgart-Bad Cannstatt.

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Im konkreten Fall hatte eine Frau mit sächsischem Akzent eine Flugreise nach Porto (Portugal) buchen wollen. Durch ein akzentbedingtes Missverständnis hat die Mitarbeiterin des Reiseveranstalters die gewünschte Flugreise jedoch mit dem Ziel Bordeaux (Frankreich) für die Kundin gebucht.

 

Die Kundin verweigerte nach Feststellung der Fehlbuchung die Zahlung der entstandenen Kosten.

 

Nach der Auffassung des Amtsgerichtes Stuttgart-Bad Cannstatt war die Klage des Reiseunternehmens auf Zahlung des Flugreisepreises nach Bordeaux gegen die Kundin begründet. Es gab der Klage daher mit Urteil vom 16.03.2012 (Az.: 12 C 3263/11) statt. Das Reiseunternehmen konnte darlegen, dass die Mitarbeiterin mindestens zweimal die Flugroute in klarer Sprache wiederholt hatte. Letztendlich sei der Kunde einer Reisebuchung für die richtige und verständliche Übermittlung der Angaben bezüglich des Reiseziels verantwortlich.

 

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Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen im Bereich Internetrecht und IT-Recht. Darüber hinaus ist Rechtsanwalt Solmecke Lehrbeauftragter der FH Köln für Social Media Recht.

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