Abmahnung Filesharing

Schließung von Filehoster Skyload.net: Was haben die Nutzer jetzt zu befürchten?

Kürzlich hat die Gesellschaft für Urheberrecht mitgeteilt, dass die mutmaßlichen Betreiber des Filehosters Skyload verhaftet worden sind. Dem ging eine Durchsuchung der Räumlichkeiten von mehreren Verantwortlichkeiten voraus. Für Nutzer stellt sich die Frage, was auf sie zukommt.

Nach der Festnahme der Verantwortlichen von dem Streaming-Portal Kino.to und der Beschlagnehme der Server sollen von der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) auch Beweise gegen die Betreiber von Skyload gesammelt und an die Generalstaatsanwaltschaft Dresden im Jahr 2012 übermittelt worden sein. Hierüber berichtete die GVU kürzlich in einer Pressemitteilung.

Demzufolge sollen die Betreiber von Skyload verhaftet und die Server  beschlagnahmt worden sein. Den Verdächtigten wird unter anderem vorgeworfen, dass sie für das Speichern von über 10.000 illegalen Kinomitschnitten die Verantwortung tragen würden. Die Nutzer hätten sich diese im Wege der Streamings ansehen können. Zum anderen hätten sie die Dateien auch auf ihren Rechner herunterladen können.

Aufgrund der sichergestellten Daten stellt sich die Frage, mit welchen Folgen die Nutzer zu rechnen haben. Die rechtliche Beurteilung richtet sich danach, ob sie sich lediglich die Filme im Weg des Streamings angesehen oder sie Raubkopien auf ihren Rechner heruntergeladen haben. Letzteres stellt eine Urheberrechtsverletzung dar. Inwieweit sie rechtlich verfolgt wird, hängt davon ab, inwieweit eine Rückverfolgung möglich ist. Dabei ist zu bedenken, dass die gespeicherten IP-Adressen nur sieben Tage gespeichert werden dürfen. Diese Frist dürfte bei den meisten Nutzern abgelaufen sein. Inwieweit das Streaming eine strafbare Urheberrechtsverletzung nach § 106 UrhG darstellt, ist noch nicht hinreichend geklärt. Nach unserer Auffassung ist dies jedoch äußerst fraglich, weil hier lediglich Fragmente im Cache abgespeichert werden. Insofern ist zweifelhaft, ob von einer Vervielfältigung im Sinne von § 16 UrhG die Rede sein kann. Als Nutzer sollten Sie lieber legale Streaming-Portale nutzen.

 

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Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen im Bereich Internetrecht und IT-Recht. Darüber hinaus ist Rechtsanwalt Solmecke Lehrbeauftragter der FH Köln für Social Media Recht.

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